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Fertigung

Gürtel

Englisch: belt

Streifen um die Taille getragen, um Kleidung, insbesondere Hosen, zu halten, Waffen zu tragen oder als Schmuckelement.

Riemen: flexible Schleife, die Kraft überträgt oder Dinge an ihrem Platz hält

In der Fertigung ist ein Riemen eine geschlossene Schleife aus flexiblem Material, üblicherweise Gummi, Leder oder Baumwolle, die um zwei oder mehr Rollen oder Trommeln läuft und mechanische Leistung überträgt oder Material entlang einer festen Strecke bewegt. Im Gegensatz zum gleichnamigen Kleidungsstück wandelt ein Industrieriemen Rotationsenergie von einer Antriebsrolle in Bewegung an einer angetriebenen Rolle um oder transportiert Produkte auf festgelegtem Weg. Der Riemen sitzt im Kontakt mit dem Umfang jeder Rolle, und die Reibung zwischen Riemen und Rollenfläche überträgt die Last.

Die verbreitesten Varianten sind Keilriemen mit trapezförmigem Querschnitt, die in entsprechende Nuten auf Rollen passen für höhere Griffigkeit und Drehmomentübertragung; Flachriemen, die auf gewölbten oder flachen Rollenflächen laufen und sich für niedrigere Geschwindigkeiten und längere Mittelpunktabstände eignen; und Zahnriemen (oder Synchronriemen), die mit Zähnen in gerillte Rollen greifen, wobei Schlupf entfällt und präzise Drehzahlverhältnisse gewährleistet werden. Förderriemen bilden eine eigene Kategorie: Sie transportieren Material zwischen zwei Endrollen und bestehen je nach Last und Umgebung aus Gummi, das auf Stahlkorden gebunden ist, aus Gewebelagen oder aus Kunstfaserstoffen.

Riemenmaterial wird durch Hitze, Ozon, Öl und UV-Strahlung angegriffen, und Fehlausrichtung oder unzureichende Spannung führt zu schnellem Verschleiß. Ein gleitender Riemen verliert Wirkungsgrad und erzeugt Wärme; ein überstraffer Riemen belastet Lager und verkürzt die Lebensdauer von Rollen. Regelmäßige Überprüfung des Riemenzustands, der Rollenausrichtung und der Spannung mittels Durchbiegungsmessungen oder Laser-Tools verhindert unerwartete Ausfallzeiten. Staub, Verschmutzung und Feuchtigkeit beeinträchtigen ebenfalls die Griffigkeit, daher zählen Schutzvorrichtungen und Ordnung.

Riemenauswahl und Leistung

Die Wahl des richtigen Riementyps hängt ab von Drehzahlverhältnis, Mittelpunktabstand, Leistung, Umgebungstemperatur und chemischer Belastung. Keilriemen gibt es in genormten Querschnitten (A, B, C, D, E), die Tragfähigkeit und Rollendurchmesserbereich bestimmen. Zahnriemen bieten Wirkungsgrad-Vorteile in Präzisionsanwendungen wie Verpackung oder Druck, wo Synchronisation Produktschäden verhindert. Förderriemen werden nach Reißfestigkeit, gemessen in Pfund pro Zoll Breite, und nach Deckstoffart bewertet: Gummi (allgemein), Neopren oder Nitril (Chemikalienbeständigkeit) oder Lebensmittel-zertifizierte Mischungen.

Der Name 'Riemen' stammt vom lateinischen balteus, was Gürtel oder Gurt bedeutet, und spiegelt die historische Verwendung von Ledergurten zur Kraftübertragung zwischen rotierenden Wellen in Mühlen und Fabriken wider, bevor Elektromotoren dominierten. Heute bleiben Riemen trotz Fortschritten bei Direktantrieben und Getrieben unverzichtbar für Lärmreduktion, Vibrationsisolation und kostengünstige Kraftübertragung in unzähligen Anwendungen vom Automotor bis zur landwirtschaftlichen Ausrüstung.

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