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Kfz-Technik

bhp

Abkürzung für Brake Horsepower.

bhp: die mechanische Leistung, die ein Motor tatsächlich abgibt

Bremsleistung misst die echte mechanische Leistungsabgabe eines Motors, im Gegensatz zur theoretischen Leistung, die in den Zylindern entsteht. Sie wird bestimmt, indem man eine Last (eine sogenannte Bremse) auf die Motorausgangswelle aufbringt, während der Motor mit konstanter Drehzahl läuft, und dann die Kraft und das Drehmoment misst, das erforderlich ist, um die Welle stillzuhalten. Der Name stammt von der Bremse selbst, traditionell ein Reibungs- oder Wirbelstromgerät, das die Motorleistung aufnimmt und in Wärme umwandelt.

Der Unterschied zwischen Bremsleistung und roher Zylinderleistung ist erheblich, denn Motoren verlieren Energie durch innere Reibung, Pumpverluste in Ansaug- und Abgassystemen und die mechanische Arbeit beim Antrieb von Kurbelwellenlagern und Zusatzgeräten wie Wasserpumpe und Lichtmaschine. Ein Benzinmotor kann 200 angezeigte PS in den Zylindern erzeugen, aber nur 160 PS an der Kurbelwelle abgeben. Diese Differenz ist bei Motoren mit hohen Zusatzlasten oder schlechten Füllungseigenschaften größer.

Messung und Vergleich

Die Bremsleistung wird auf einem Prüfstand gemessen, einer Maschine mit einer Bremseinheit, die an die Motorausgangswelle gekoppelt ist. Moderne Prüfstände nutzen Elektromotoren oder Hydraulikaggreggate, um die Bremskraft aufzubringen, während ältere Messstationen mechanische Reibungsbremsen einsetzten (daher der Begriff). Der Motor wird auf Betriebstemperatur erwärmt, bei einer festgelegten Drehzahl wie 5.500 U/min betrieben, und der Prüfstand erfasst den Drehmomentwert. Die Leistung wird dann aus dem Drehmoment mit der Formel berechnet: Leistung in PS gleich Drehmoment in Newtonmeter mal U/min geteilt durch 7.024.

Die Bremsleistung hängt stark von den Prüfbedingungen ab: Oktanzahl des Kraftstoffs, Lufttemperatur, Luftdruck und ob der Motor mit oder ohne angebaute Zusatzgeräte läuft. Hersteller prüfen Motoren oft mit ausgebauter Lichtmaschine und Servopumpe, daher können die publizierten Leistungsangaben höher ausfallen als das, was tatsächlich an den Rädern ankommt. Motoren, die auf Meereshöhe an kaltem Tag geprüft werden, bringen mehr Leistung als dieselben Motoren in der Höhe an heißem Tag.

In Kraftfahrzeugangaben wurde die Bremsleistung in Europa weitgehend durch Kilowatt (kW) ersetzt, wobei ein Kilowatt ungefähr 1,34 PS entspricht. In Großbritannien, Nordamerika und unter Enthusiasten weltweit bleibt die Bremsleistung jedoch die Standardeinheit. Sie unterscheidet sich von der SAE-Nettoleistung, die motorgetriebene Verluste berücksichtigt, und sollte nicht mit der RAC-Leistung verwechselt werden, einer älteren theoretischen Berechnung, die allein auf dem Hubraum basiert.

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