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Holzbearbeitung

Ausriss

Englisch: blowout

Beschädigungen an der Austrittskante eines gebohrten Loches oder einer gesägten Kante, wenn beim Bohren oder Sägen kein Opferbrett verwendet wird; entstehen, wenn Bohrer oder Sägeblatt auf der gegenüberliegenden Seite austreten und Holzfasern ausbrechen.

Ausriss: Splitterausbuch auf der Rückseite von Bohrungen in Holz

Ein Ausriss entsteht, wenn ein Bohrer oder ein Sägeblatt die Rückseite eines Werkstücks durchbricht und dabei einen rauen, splittrigen Krater aus Holzfasern herausreißt. Die scharfen Kanten des Werkzeugs haben beim Austritt keine andere Möglichkeit, als nach außen zu gehen, und ohne Unterstützung dahinter bricht die Holzstruktur einfach auf und löst sich ab, statt sauber zu schneiden. Der Schaden ist auf der Austrittsseite am größten, weil das Werkzeug dort am schnellsten arbeitet und das Holz keine Stütze hat, um zusammenzuhalten.

Bohrer verursachen Ausrisse, wenn die Schneidkanten durchbrechen und in freie Luft austreten. Spiralbohrer, Flachbohrer und Forstner-Bohrer machen das alle; je kleiner der Bohrerdurchmesser, desto leichter kann der Bohrer greifen und reißen. Sägen erzeugen ähnliche Schäden auf der Unterseite eines Schnitts, ob mit Tischsägen, Handkreissägen oder Bandsägen. Die Austrittsfläche splittert, weil die Zähne oder Nuten des Werkzeugs die Holzfasern gelöst haben, aber nichts sie stützt, während sie das Material verlassen.

Die Standard-Lösung ist, ein Verschleißbrett direkt unter oder hinter dem Werkstück zu spannen. Der Bohrer oder das Blatt treten dann in dieses Opferbrett statt in freie Luft aus, und das Unterlage-Brett nimmt den Ausriss auf. Viele Werkstätten verwenden Melamin oder MDF dafür, weil sie billig sind und weniger Splitter als Massivholz erzeugen. Alternativ können Bohren oder Sägen von beiden Seiten mit Treffen in der Mitte oder die Verwendung eines scharfen Werkzeugs mit niedriger Vorschubgeschwindigkeit Ausrisse bei wichtigen Arbeiten reduzieren, aber nicht vollständig ausschließen.

Bei Bohrungen sind Forstner-Bohrer auf Sperrholz weniger anfällig für Ausrisse als Spiralbohrer, weil sie einen flachen Boden haben, der schneidet statt zu greifen. Das Gegenlaufen des Bohrers beim Austritt kann helfen. Bei Sägen reduzieren ein feinzahniges Blatt, richtige Spannung und Gegenschnitttechniken den Schaden bei manchen Anwendungen, aber eine Unterlage bleibt die zuverlässigste Abhilfe.

Die Schwere des Ausrisses hängt von der Holzart, der Faserrichtung und dem Feuchtigkeitsgehalt ab. Spröde Hartholzarten und Sperrholz reißen schlimmer aus als weiches, stabiles Holz. Der Begriff selbst stammt vom visuellen Ergebnis: ein gewaltsamer, explosionsähnlicher Bruch an der Austrittsstelle, als würde das Material von innen heraus auseinanderreißen.

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