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Bauwesen

Durchbruch

Englisch: breakthrough

Durchstoßen einer Trennwand oder Überwindung der restlichen Entfernung zu einem angrenzenden Hohlraum (Querschlag im Bergbau) oder zwischen zwei Tunnelteilen, die von beiden Enden aus getrieben werden.

Durchbruch: wenn zwei Ausbruchstrecken sich endlich treffen

Ein Durchbruch erfolgt, wenn zwei separate Ausbruchstrecken sich treffen und verbinden, typischerweise beim Vortrieb von Tunneln oder Strecken von beiden Seiten oder wenn Querschläge sich einander nähern. Der Begriff beschreibt sowohl den Moment des Kontakts als auch die entstehende physische Öffnung. Beim Tunnelbau stellt der Durchbruch die erfolgreiche Vollendung einer kritischen Phase dar: die beiden Vortriebe wurden vermessen, vorgetrieben und so gut ausgerichtet, dass sie sich schneiden. Im Bergbau bezeichnet Durchbruch häufig einen Querschlag, der von einem bearbeiteten Bereich in einen angrenzenden Hohlraum oder Arbeitsbereich durchdringt.

Der Durchbruch ist selten ein sauberes, augenblickliches Ereignis. Wenn die beiden Vortriebsfronten sich nähern, überwachen Vermesser die Annäherung mit Theodoliten, Laser-Theodoliten oder GPS-Netzen, um den Durchbruchpunkt auf Zentimeter genau vorherzusagen. Wenn die Fronten nur noch wenige Meter auseinander liegen, wird das Bohren und Sprengen vorsichtiger. Der eigentliche Durchbruch erfolgt oft beim kontrollierten Abbruch des letzten verbleibenden Pfeilers oder der letzten Gesteinswand, was durch leichte Sprengladungen, mechanische Brecher oder sorgfältige manuelle Ausbrucharbeiten je nach Gebirgsverhältnissen und ob die Arbeit unterirdisch oder im Tagebau erfolgt, bewerkstelligt wird.

Bei Arbeiten mit Tunnelbohrmaschinen (TBM) erfolgt der Durchbruch, wenn die Maschine das Ausgangsportal erreicht oder auf eine andere TBM trifft, die von der gegenüberliegenden Richtung kommt (wie im Projekt des Kanaltunnels). Bei der Schachtförderung bezeichnet Durchbruch das Durchdringen zwischen benachbarten Schächten oder von einem Schacht in eine Strecke. Im Bergbau ist ein Durchbruch in eine angrenzende Sohle oder Zugangsstrecke ein geplantes Ereignis, das so gesteuert werden muss, dass unkontrollierter Luft- oder Wasserdurchfluss vermieden wird oder Bergleute nicht eingeschlossen werden. Beim Spritzbetonbau markiert Durchbruch die Fertigstellung des unter einer bestehenden Struktur vorgetriebenen Daches.

Das größte Risiko beim Durchbruch ist die unerwartete Freisetzung von Gas, Wasser oder lockerem Gebirge, das durch die verbleibende Wand zurückgehalten wurde. Zimmerung, Verankerung oder Spritzbeton-Sicherungsmaßnahmen müssen so lange vorhanden bleiben, bis der Durchbruchpunkt gesichert ist. Belüftungskontrolle ist entscheidend: Wenn zwei Fronten mit unterschiedlichen Luftdrücken oder unterschiedlicher Atmosphäre plötzlich verbunden werden, können gefährliche Vermischung oder Druckveränderungen auftreten. Vermessungsfehler und Fehlausrichtung zwischen den beiden Vortrieben sind ebenfalls ein Anliegen, obwohl moderne Instrumente dieses Risiko erheblich verringert haben.

Der Begriff hat praktisches Gewicht in der Projektmanagement: Durchbruch ist ein Schlüsselmeilenstein in Untergrund- und Bergbauplänen und bestimmt, wann eine einzelne durchgehende Arbeitsfläche eingerichtet werden kann, wie Personal effizient geleitet werden kann und wie Ausrüstung umpositioniert werden kann. Die Dokumentation des Durchbruchs umfasst Vermessungen, die die endgültige Ausrichtung bestätigen, Fotografien der Öffnung und Aufzeichnungen über Überbruch oder Unterbruch im Verhältnis zum Entwurf.

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