Mauern
Englisch: bricklay
Steine verlegen; mit Mörtel eine Struktur aus Ziegeln oder Steinen konstruieren.
bricklay: die Verbform des Mauerns, heute veraltet
Bricklay bedeutet, Steine in Mörtel zu verlegen und damit Wände, Kamine, Pflasterungen oder andere Mauerwerksstrukturen Stein für Stein hochzuziehen. Der Begriff ist die Infinitiv- oder Grundform der Handlung, wobei moderne Arbeiter und Poliere fast immer von Steinen verlegen oder dem Gerundium Mauern sprechen. Man trifft auf bricklay hauptsächlich in älteren technischen Schriften, Verträgen oder britischen Quellen an, wo es trotz des Verschwindens aus der alltäglichen Sprache als formales Verb bestehen bleibt.
Die Arbeit selbst besteht darin, ein Mörtelbett (üblicherweise ein Verhältnis von 1:3 oder 1:4 Zement zu Sand nach Volumen) auf die darunter liegende Schicht zu verteilen, jeden Stein fest in Position zu drücken, die Fugen zwischen den Steinen zu verfüllen und sie bündig oder vertieft nach Vorgabe zu stoßen. Ein erfahrener Maurer arbeitet nach Schnur, Wasserwaage und Lot und hält dabei Verbandsmuster wie Flämischen Verband, Englischen Verband oder Läuferverband ein. Der Mörtel muss die richtige Konsistenz haben: zu trocken und der Stein sitzt nicht richtig; zu nass und die Wand sackt ab und die Fugen quellen aus.
Warum der Begriff dort bestehen bleibt, wo es zählt
Historische Verträge und Bauvorschriften verwenden bricklay oft als formales Verb, weil es in Gesetzen, Spezifikationen und gültigen Präzedenzfällen vorkommt. Eine Klausel aus dem Jahr 1950 kann sich immer noch auf bricklaying work oder die Verbform to bricklay beziehen, und da sich Rechts- und Vorschriftensprache gegen Veränderungen sträubt, bleibt der Begriff in diesen Kontexten bestehen, selbst wenn Fachleute auf der Baustelle einfachere Ausdrücke verwenden.
Bei Kalkulation und Planung wird die Verlegeleistung normalerweise in Einheiten pro Stunde oder pro Tag gemessen: Ein kompetenter Maurer wird unter guten Bedingungen je nach Wandtyp, Mörtelqualität, Wetter und Zugänglichkeit zwischen 300 und 600 Steine pro Tag verlegen. Diese Produktivitätskenngröße bestimmt die Kalkulation und Personalplanung, weshalb Präzision bei der Beschreibung der Arbeiten für Verträge wichtig ist, auch wenn das Verb selbst auf der Baustelle altmodisch klingt.