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Metallbearbeitung

Gegenlager

Englisch: bucking bar

Schwerer Stab, der gegen das Nietende eines durchgehärteten Niets gehalten wird, das bei Bedarf zum Erweichen erwärmt wurde und durch die zu verbindenden Teile hindurchgeht, während ein Niethammer auf den Fabriknietniet schlägt; die Schläge, reflektiert durch das Gegenlager, stauchten das Nietende zu einem typischerweise pfannkuchenförmigen Feldniet

Nietdorn: der Amboss, der heiße Niete von hinten formt

Ein Nietdorn ist ein schweres Stahlwerkzeug, das fest gegen das hintere Ende einer Niete gehalten wird, während ein pneumatischer oder handbetriebener Niethammer auf der gegenüberliegenden Seite auf den Werkskopf schlägt. Der Dorn absorbiert die Hammerschläge und leitet sie zurück in den Nietschaft, wobei das vorstehende Ende zu einem geformten Kopf, typischerweise pilz- oder pfannkuchenförmig, aufgestaucht wird. Diese Methode ist seit über einem Jahrhundert das Grundgerüst der Strukturmontage in der Luftfahrt, bei Kesseln, Brücken und im Schiffbau.

Die Dorne selbst werden aus gehärtetem Stahl gefertigt und wiegen je nach Nietgröße normalerweise zwischen 2 und 8 Pfund. Eine Seite ist so geformt, dass sie der Art des gewünschten Feldkopfes entspricht, sei es ein flacher Pfannenkopf, ein Universalkopf oder ein Senkkopf. Das andere Ende ist normalerweise gerändelt oder aufgeraut, um ein Verrutschen aus der behandschuhten Hand zu verhindern. Der Dorn muss senkrecht zur Nietachse gehalten und mit gleichmäßigem Druck nach hinten gepresst werden; schlechter Kontakt führt zu unvollständigem Aufstauchung, lockeren Nieten oder Beschädigungen des umliegenden Materials.

Die Wärmebehandlung der Niete vor dem Nieten hängt von der Legierung und dem Durchmesser ab. Aluminiumnieten und Stahlnieten unter 0,375 Zoll werden oft kalt getrieben. Größere Stahlnieten, besonders im Kesselbau, werden auf 1200 bis 1600 Grad Fahrenheit erhitzt, um das Material weich zu machen und die für die Aufstauchen nötige Kraft zu reduzieren. Die erhitzte Niete muss getrieben werden, während sie noch glüht; sobald sie unter etwa 800 Grad abkühlt, wird sie zu hart zum Formen und wird stattdessen abscheren oder reißen.

Werkstattpraxis und Verschleiß

Bei der Serienverarbeitung arbeitet der Nietdornträger (der "Untersetzer") als Team mit dem Nieter, der die Maschine hält, und verständigt sich durch Lärm und Gefühl. Der Untersetzer muss ein Gefühl dafür entwickeln, konstanten Druck und Ausrichtung zu halten; bereits kleine Winkel führen zu ungleichmäßiger Aufstauchen, die Spannungskonzentrationen schafft. Mit der Zeit und wiederholten Schlägen können die geformte Seite des Dorns Risse bekommen, pockennarbig werden oder an den Kanten pilzartig aufquellen, was das Schleifen mit einem Schleifer erfordert, um die Oberfläche wiederherzustellen.

Der Name "Nieten" leitet sich vom Verb "sich stemmen" ab: Kraft widerstehen oder dagegen drücken. Der Dorn sperrt sich oder widersetzt sich dem Hammerschlag buchstäblich und wandelt ihn in Formdruck auf das Nietende um. Modernes Nieten ist durch Verschraubung und Schweißung im Neubau weitgehend verdrängt worden, aber Nietdorne bleiben in der Flugzeugwartung, bei Restaurierungsarbeiten und in Regionen, in denen Nietverbindungen wegen ihrer Ermüdungsbeständigkeit und Schadenstoleranz bevorzugt werden, unverzichtbar.

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