Pufferbalken
Englisch: buffer beam
Queträger aus Metall an jedem Ende eines Schienenfahrzeugs, auf dem Puffer, Kupplungen, Bremsrohre usw. befestigt sind
Pufferbohle: der stoßdämpfende Rahmen am Zugend
Eine Pufferbohle ist ein verstärkter Stahlträger, der quer über das vordere oder hintere Ende eines Schienenfahrzeugs verläuft, unmittelbar oberhalb der Kupplungshöhe. Sie trägt die Puffer (hydraulische oder Federstoßdämpfer), Kupplungsmechanismen und die Bremsluftleitungsanschlüsse, die ein Fahrzeug mit dem nächsten verbinden. Der Träger selbst dämpft keine Stöße; stattdessen verteilt er Aufprallkräfte aus Kollisionen oder kräftigem Ankuppeln auf das Fahrgestell und die Drehgestelle des Fahrzeugs und verhindert so örtliche Schäden am Wagenkasten.
Bei den meisten europäischen Normalspurkesselwagen sitzt die Pufferbohle etwa 800 bis 900 mm über Schienenkopf und ragt etwa 300 bis 500 mm über die äußere Wagenkante vor oder zurück. Personenwagen und moderne Güterwagen tragen häufig ein Pufferpaar (je einen Puffer auf jeder Seite der Kupplung), das unter Aufprall nachgibt, bevor die Kupplung greift. Bei älterem oder leichtem Wagenmaterial kamen auch nur Gummi- oder Federpuffer ohne mechanische Kupplung vor, wodurch die Pufferbohle ein einfaches, aber wesentliches Strukturelement bildete.
Bauarten und Anforderungen
Gelenkfahrzeuge und gekuppelte Einheitszüge verzichten zwischen den Einheiten manchmal ganz auf Puffer und setzen stattdessen nur auf eine Bolzenkupplung, benötigen aber an den Außenenden immer noch eine Pufferbohle. Schwere Güterwagen für 100-Tonnen-Lasten verwenden dickere, tiefere Träger, häufig aus Stahlschmiedeteilen oder Stahlkonstruktionen, die direkt auf den Hauptrahmen geschweißt sind. Leichter Fahrgaststoff oder Schmalspurbahnen können noch gusseiserne Pufferbohlen älterer Profile haben. Moderne Konstruktionstrends führen zu integrierten Puffer- und Kupplungseinheiten, die die strukturelle Belastung des Trägers selbst verringern.
Das häufigste Schadenbild ist Risse oder Verbiegungen durch wiederholte Kupplungsstöße, besonders in Bahnhöfen, wo Puffer abgenutzt sind und kaum noch dämpfen. Korrosionsangriff an Schweißübergängen kann Ermüdungsrisse einleiten, wenn die Bohle nicht regelmäßig überprüft und instandgehalten wird. Eine fehlerhafte oder gerissene Pufferbohle macht ein Fahrzeug nicht sofort untauglich, zeigt aber an, dass die darunter liegende Struktur möglicherweise beeinträchtigt ist und Bremsluftleitungen fehlausgerichtet sein können.
Der Begriff ist fast ausschließlich britisch und europäisch; die nordamerikanische Bahnpraxis spricht stattdessen von draft gear housing oder knuckle coupler pocket, da die Stoßdämpfer (hydraulische Puffer) im Fahrgestell verborgen sind und nicht außen sitzen. Die Pufferbohle bleibt ein charakteristisches Merkmal des transeuropäischen Schienenverkehrs und ist für den praktischen Betrieb von Entkuppelung und Rangierbetrieb in Bahnhöfen grundlegend.