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Bergbau und Gewinnung

Schmetterlingssicherung

Englisch: butterfly

Ein Sicherheitsglied oder Abhängehaken über dem Förderkorb, der am Förderseiltau angebracht ist, um zu verhindern, dass der Korb überfahren wird.

Butterfly: Notfallauslösung, die Käfigüberwindung stoppt

Eine Butterfly ist eine Sicherheitskupplung oder Sollbruchstelle, die über einem Förderkorb am Förderseiltücher befestigt wird. Wenn der Korb in den Schacht hinabgefahren wird und der Winder-Operator die Kontrolle verliert oder sich verrechnet, kann der Korb über den vorgesehenen Haltepunkt hinausfahren und mit voller Wucht auf die Sohle oder den Balken darüber aufschlagen. Die Butterfly trennt sich bei einer voreingestellten Last und bricht die Verbindung zwischen Seil und Korb ab, bevor ein katastrophaler Aufprall eintritt. Im Hartsteinbergbau und Steinkohlenbergbau ist diese Vorrichtung in Ländern mit strikten Förderungssicherheitsvorschriften rechtlich vorgeschrieben.

Die Baugruppe besteht typischerweise aus einem Haken oder einer Schäkel, die bei einer Spannung oberhalb eines kalibrierten Schwellenwerts auslöst, meist im Bereich von 10 bis 15 Prozent über der maximal zulässigen Belastung eines beladenen Korbs. Manche Butterflies verwenden federbelastete Stifte, die bei Überbelastung abscheren; andere nutzen eine geformte Schwachstelle in Stahlguss, die unter Spannung plastisch nachgibt. Der genaue Mechanismus unterscheidet sich je nach Bauart, aber alle arbeiten passiv ohne elektrische oder pneumatische Aktivierung. Sobald das Seil rutscht oder die Verbindung reißt, fällt der Korb frei in die Grube oder fängt sich an den Führungsschienen teilweise auf seinem Weg nach unten.

Der Begriff stammt von der Form früher Konstruktionen: ein flaches, gelenkiges Gussteil, das sich symmetrisch öffnet, wenn die Last das Limit übersteigt, ähnlich wie ausgebreitete Schmetterlingsflügel. Diese Metapher blieb bestehen, auch wenn sich die Designs später davon entfernten. In älteren Texten und manchen Regionen wird es auch Seiltrag-Sicherheitsschäkel, Überwindungsverhinderer oder Auslösehaken genannt.

Die Butterfly unterscheidet sich von der Kupplung oder Reibungsbremse, die der Operator bewusst steuert. Sie ist eine passive, verborgene Sicherheitsvorrichtung, die nur bei Ausfallszenarien wirkt. Eine funktionierende Butterfly gibt während normaler Förderzyklen kein Zeichen ihrer Existenz; ihr Wert zeigt sich nur im seltenen Fall einer unkontrollierten Abfahrt. Prüfung und Abnahmebescheinigung sind in regelmäßigen Abständen erforderlich, in der Regel jährlich oder nach jedem Vorfall mit Seil- oder Korbschäden.

Moderne automatisierte Fördermaschinen mit Tiefenanzeigerinstrumenten und elektrischen Endschaltern haben die Abhängigkeit von der Butterfly vermindert, sie bleibt aber in vielen unterirdischen Betrieben eine physikalische Absicherung. In Schächten tiefer als 500 Meter oder solchen, die regelmäßig Personen befördern, gilt die Butterfly als unverzichtbare Versicherung gegen Bedienungsfehler, Maschinenausfall oder Seilbruch, die ansonsten tödlich sein könnten.

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