SpracheEnglishDeutsch
Bergbau und Gewinnung

Steinpicker

Englisch: rockpicker

Eine Person, Maschine oder ein Maschinenteil, das Gestein beim Erz aufbereiten aussortiert.

Rockpicker: Person oder Maschine zur Beseitigung von Bergart aus Erz

Ein Rockpicker entfernt unerwünschte Gesteinsfragmente und Abraum aus Roherz und konzentriert so die wertvollen Minerale vor der Weiterverarbeitung. Dies kann ein Arbeitskraft sein, die an einem Vibrationssieb oder Förderband steht, oder eine automatisierte Maschine, die Dichtetrennung, Luftklassifizierung oder optische Abtastung nutzt, um Material auszuscheiden. Diese Aufgabe ist notwendig, weil das frisch gewonnene Erz mit Nebengestein, Ton und anderem Ganggestein vermischt ankommt, das früh abgetrennt werden muss, um Handlingskosten später zu senken.

Im Untertage- und Tagebaubetrieb arbeiten Rockpicker in der Erzaufbereitung, nach dem Primärzerkleinern, aber vor dem Mahlen oder Rösten. Manuelle Rockpicker waren früher der Standard, besonders in kleineren oder älteren Betrieben, und wählten von Hand oder mit dem Hammer aus, um tongebundene Brocken zu zertrümmern. Moderne Anlagen setzen zunehmend auf Maschinen: Vibrationssiebe mit Luftbeinen trennen nach Größe und Dichte; Dichteseparatoren schütteln Nass-Erz, so dass leichtere Bergart abfließt; optische Sortiermaschinen mit Kameras und Düsen stoßen erkannte barren Gesteine in Echtzeit aus.

Stellung im Prozess

Rockpicking sitzt an der Grenze zwischen Bergbau (Gewinnung des Erzkörpers) und Aufbereitung (Anreicherung des wertvollen Minerals). Eine deutliche Verringerung des Abraums in dieser Phase spart Energie und senkt den Verbrauch von Laugungs-Reagenzien später. Bei Kupfer-, Gold- und Eisenerzbetrieben sparen Rockpicker 10 bis 40 Prozent der Tonnage ein, die in die Mühle gehen würde, je nach Erzqualität und Trennschärfe. Das ausgeschiedene Gestein kann auf Abraumhalden entsorgt werden oder, wenn es Nebenerzmineral enthält, zurück in gröbere Brechkreisläufe geleitet werden.

Die Rolle des manuellen Rockpickers hat sich in mechanisierten Betrieben verringert, bleibt aber im handwerklichen und kleinmaßstäblichen Bergbau, bei der Handauslese von Edelsteinen und Alluvialen Vorkommen und in manchen schwerkraft-basierten Zinn- und Wolfram-Aufbereitungsanlagen bedeutsam. Wo Löhne niedrig sind und die Erzqualität variabel, kann manuelle Sortierung wirtschaftlich sein. Wo die Menge hoch ist oder das Erz feinkornig, sind Maschinen erforderlich; ein Vibrationssieb oder eine Sortiermaschine kann je nach Aufgabegröße und Dichtekontrast 50 bis 200 Tonnen pro Stunde bewältigen.

Der Begriff Rockpicker wird im englischsprachigen Bergbau verwendet; verwandte Begriffe sind Trommelsieb-Bediener (Rotationssiebung), Setzmaschinen-Bediener (hydraulische Sortierung) und Wascher-Bedienung (Reinigung tongebundenen Erzes). Die Arbeit ist für Menschen körperlich anstrengend, mit wiederholtem Schlag, schweren Hebe-Tätigkeiten und Einwirkung von Staub, Wasserspray und Vibration. Geeignete Schutzvorrichtungen und Wasserspray-Kontrolle sind an mechanischen Anlagen wesentlich, um Hand- und Atemwegsverletzungen zu vermeiden.

Mehr aus Mining and extraction

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.