Förderkorb
Englisch: cage
Die Trommel, auf die das Seil einer Fördermaschine aufgewickelt wird.
Förderkorb: der Aufzug, der Bergleute und Erz aus dem Bergwerk nach oben bringt
Im Schacht ist der Förderkorb die Plattform oder das Gerüst, das Arbeiter, Werkzeuge und Roherz vertikal zwischen der Oberfläche und den Arbeitssohlen transportiert. Er ist an einem Stahlseil befestigt, das auf einer Trommel aufgewickelt ist, die als Göpel (oder Winde) bezeichnet wird. Wenn sich die Trommel dreht, zieht das Seil den Korb nach oben oder senkt ihn ab. Der Korb selbst besteht aus Stahl oder Holz und ist mit Schutzgeländern und einem stabilen Boden ausgestattet. Je nach Tiefe des Bergwerks und zulässiger Seilbelastung finden darin normalerweise vier bis zwanzig Arbeiter Platz.
Der Förderkorb fährt in einem vertikalen Schacht, der mehrere hundert Meter tief sein kann. An den Schachtwänden befestigte Führungsschienen halten den Korb in Position und verhindern, dass er ins Schlingern gerät. Beim Auf- und Abfahren muss der Korb stabil genug sein, um die wiederholten Stoßbelastungen beim Anfahren und Bremsen auszuhalten. Moderne Körbe haben Sicherheitsfangvorrichtungen, die bei Seilriss in die Führungsschienen greifen und einen Absturz verhindern.
Zwei bewährte Bauarten sind noch immer im Einsatz
Der einteilige Korb ist eine offene oder gitterförmige Plattform, die je nach Schicht einer Hauptaufgabe dient, entweder Personenbeförderung oder Erzförderung. Der zweiteilige Korb oder Ausgleichskorb hat zwei Kammern, die im gleichen Schacht an separaten Seilen laufen. Während eine Ebene mit beladener Erzfracht nach oben fährt, senkt sich die andere leer ab. Das reduziert die Nettolast auf der Trommel und spart Brennstoff oder Energie. Ausgleichskörbe waren in tiefen Hartgesteinsminen Standard, wo Seilkosten und Energieverbrauch erheblich waren.
Verschleiß und Schäden sind ständige Herausforderungen. Das Seil wird durch Metallermüdung und Korrosion schwächer; die Führungsschienen nutzen sich zu Riefen ab; der Korboden bekommt Risse. Die meisten Betriebe führen regelmäßige Seilprüfungen durch, normalerweise alle paar Monate oder nach einer festgelegten Fördermenge. Ein schlappes oder zerfasertes Seil oder eine Fehlausrichtung, die dazu führt, dass der Korb an den Schienen hängt, stoppt die Förderung, bis Reparaturen erfolgt sind.
Der Begriff Förderkorb widerspiegelt sein grundlegendes Design: ein Gerüst, das seine Last umschließt und schützt, ähnlich wie ein Vogelkäfig. In manchen Regionen und älteren Quellen wird die Fördereinheit Skip genannt (ein bodenloser Behälter, der an der Oberfläche ausgelenkt wird, um Erz auszuschütten) oder Kibble, aber Förderkorb bleibt der Standardbegriff für den Personen- und Universaltransporter.