Förderkorbbediener
Englisch: cager
Person oder Maschine, die für die Verwaltung eines Förderkorbs im Schacht zuständig ist.
Cager: Der Schachtführer, der den Förderkorb in einem Bergwerk bedient
Ein Cager verwaltet den Förderkorb, das offene Transportgerüst, das Arbeiter und Material in einem Schacht auf und ab befördert. In tiefen Bergwerken ist der Korb die einzige praktische Möglichkeit, um Menschen und Erz zwischen Oberfläche und Arbeitssohlen zu transportieren, oft über mehrere hundert oder tausend Meter. Der Cager sitzt in einer kleinen Bedienungskabine, die an der Korbstruktur befestigt ist, und steuert die Fördermaschine durch Signale und mechanische oder elektrische Steuerungen. Diese Rolle erfordert absolute Konzentration: Ein Cager arbeitet in fast völliger Dunkelheit, verlässt sich auf Glockensignale oder Funkverbindung mit Beamten an der Oberfläche und muss die Korbposition ebenso nach Geräuschen und Gefühl beurteilen wie nach Instrumenten.
Cagers lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen: Schachtförderleute, die sich auf Personentransporte und Notfalleinsätze spezialisieren, und Skipherren, die mit beladenen Schüttkörben in einer Mühle oder im Schaltkreis eines Bergwerks umgehen. Beide Rollen erfordern Verständnis für die Dynamik ihres spezifischen Korbgewichts, der Balance und der Tragfähigkeit, die die Fördermaschine sicher bewältigen kann. Ein Schachtkorb kann 10 bis 20 Arbeiter auf einmal transportieren, jeder etwa 100 kg, während ein Schüttkörper 3 bis 5 Tonnen Schotter fassen kann.
Cagers und der Fördermaschinist
An der Oberfläche arbeitet der Fördermaschinist, der die Fördermaschine selbst bedient. Cager und Maschinist arbeiten nach strengen Protokollen zusammen: Der Cager gibt ein Signal mit einer Glocke oder per Funk, der Maschinist bestätigt, und erst dann bewegt sich die Maschine. Missverständigungen haben zu Korbunfällen geführt, daher verwenden viele Bergwerke ein spezielles Signalsystem mit unterschiedlichen Glockenmuster für jede Anweisung: eine Glocke für oben, zwei für unten, drei zum Stoppen. Moderne Anlagen nutzen Funk, aber das Protokoll bleibt gleich.
Die Arbeit ist beklemmend und wiederholend, doch Fehler sind tödlich. Ein Cager muss den Seilzustand überwachen, auf ungewöhnliche Geräusche der Fördermaschine achten und den Verschleißzustand des Korbs und der Türfunktion im Blick behalten. Besonders in älteren Bergwerken arbeitet ein Cager oft allein für lange Schichten und ist verantwortlich für die Beförderung von Menschen in den und aus dem Schacht zu Schichtanfang und Schichtende: hunderte von Fahrten pro Woche. Die Position wurde in modernen tiefen Bergwerken weitgehend automatisiert, wo automatisierte Korbsysteme und Sicherheitsverriegelungen die Last des Bedieners verringert haben, aber viele Untertagebetriebe beschäftigen noch immer erfahrene Cagers, weil menschliche Entscheidungen in Notfällen unersetzbar bleiben.