Abdeckblech
Englisch: cap flashing
Ein üblicherweise aus Metall bestehendes Anschlussblech zum Abdecken oder Schutz der oberen Kanten des Grundanschlussblechs; Wandanschlussbleche können auch zum Abdecken der Oberseite verschiedener Bauglieder wie Brüstungen oder Säulen verwendet werden.
Abdeckblech: Metallschutz für Membranstöße
Abdeckbleche sind Metallabdeckungen, üblicherweise aus Aluminium, Kupfer, Edelstahl oder verzinktem Stahl gefertigt, die auf einem Basis-Anschlussblech aufliegen und dieses überlagern. Ihre Hauptaufgabe ist es, die obere Kante des darunter liegenden Blechs vor Witterung und UV-Strahlung zu schützen und Wassereintritt an der Verbindungsstelle zu verhindern, wo das Basis-Anschlussblech auf eine senkrechte Fläche wie eine Brüstung, einen Pfosten oder eine Dachkante trifft.
Das Abdeckblech überlagert das Basis-Anschlussblech um mindestens 10 cm, und die beiden werden mechanisch oder mit Dichtstoff miteinander befestigt. Das Abdeckblech ragt unter einem Winkel von üblicherweise 45° oder flacher aus, um Wasser von der kritischen Fuge wegzuleiten. Bei Brüstungen und Wänden ist das Abdeckblech oft L-förmig oder hakenförmig gebogen, sodass das obere Schenkel in Mörtelfugen oder hinter der Verkleidung eingepresst werden kann, während das untere Schenkel das Basis-Anschlussblech überlagert.
Gängige Varianten und Materialien
Aluminium-Abdeckbleche sind leicht und wirtschaftlich, benötigen aber in korrosiven Umgebungen einen Schutzanstrich. Kupfer bildet eine Patina und widersteht Korrosion von Natur aus, kostet jedoch erheblich mehr und kann angrenzende Materialien verfärben. Edelstahl (üblicherweise 304er oder 316er Güte) bietet überragende Dauerhaftigkeit in Salzsprüh- oder Industrieatmosphären. Verzinkter Stahl stellt einen Kompromiss zwischen Kosten und Leistung dar, wird aber schließlich rosten, wenn die Verzinkung durchbrochen ist. Die Blechstärke liegt bei den meisten Anwendungen zwischen 20 und 26 Gauge.
Ausfälle von Abdeckblechen entstehen durch unzureichende Überlapung, korrodierte und gelockerte Befestigungen, ausgetrocknete und rissig gewordene Dichtstoffe oder unzureichende Neigung des Blechs. Wasser, das sich hinter einem defekten Abdeckblech sammelt, kann Dämmung durchfeuchten, Stahlkonstruktionen korrodieren und verborgene Innenschäden verursachen, die monatelang unbemerkt bleiben. In Regionen mit Frost-Tauwechsel dehnt sich eingeschlossenes Wasser aus und kann das Metall hochdrücken oder verbeulen, wodurch Staus entstehen, die Verschleiß beschleunigen.
Der Begriff spiegelt die Position und Funktion des Blechs wider: es bedeckt oder überlagert die Oberseite der Basis-Anschlussblech-Anordnung, ähnlich wie eine Kappe die Oberseite einer Flasche abdeckt. Im Dach- und Wandgewerk ist das Abdeckblech unterschiedlich vom Basis-Anschlussblech (das auf der Membran aufgeklebt oder mechanisch befestigt wird) und vom Gegenblech (das manchmal synonym verwendet wird, sich aber üblicherweise auf Bleche bezieht, die in ein Bauteil eingreifen, nicht über es). Fachgerechte Planung und Verarbeitung von Abdeckblechen entscheiden oft darüber, ob ein Membransystem 15 oder 30 Jahre hält.