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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Sperrradbremse

Englisch: clasp brake

Eine Bremsart, die bei Betätigung einen Gussblock gegen den Reifen eines Eisenbahnrades drückt; die Bremsklötze können sich auf gegenüberliegenden Seiten des Rades befinden.

Klemmbremsе: Reibung stoppt ein Rad durch Quetschen seiner Lauffläche

Eine Klemmbremsе ist eine Reibungsbremse, die durch Andrücken von Gusseisen-Bremsbacken oder Bremsschuhen gegen den äußeren Radkranz eines Eisenbahnrades funktioniert. Die Backen klemmen das Rad von gegenüberliegenden Seiten, ähnlich wie eine Hand einen Gegenstand zusammendrückt. Wenn der Bremshebel oder Luftdruck den Mechanismus betätigt, zwingen Gestänge die Schuhe nach innen, bis sie den rotierenden Radkranz erfassen, wobei kinetische Energie in Wärme umgewandelt wird und der Zug zum Halten kommt.

Im Gegensatz zu Backenbremen, die nur auf einer Seite des Rades wirken, verwenden Klemmbremen zwei gegenüber liegende Schuhe, die symmetrisch auf beiden Seiten des Rades angeordnet sind, wenn man das Seitenprofil betrachtet. Diese ausgewogene Bauform reduziert Seitenkräfte auf die Achse und Radlager, ein erheblicher Vorteil bei Lokomotiven und schwer beladenen Güterwagen. Die Schuhe sind typischerweise an einer Spinne oder einem Rahmen montiert, die bei Bremsbetätigung schwenken oder gleiten.

Die Gusseisen-Bremsbacken sind verschleißende Ersatzteile. Der Kontakt zwischen Schuh und Stahlkranz erzeugt hohe Reibungskoeffizienten, typischerweise zwischen 0,25 und 0,35 im trockenen Zustand, fällt aber bei Nässe ab. Bremsenfading tritt auf, wenn die Kranztemperatur etwa 260 Grad Celsius übersteigt, eine echte Einschränkung bei langen Gefällestrecken, wo wiederholte Bremsungen die Räder überheizen können.

Betätigung und Varianten

Klemmbremen funktionieren mit verschiedenen Energiequellen: Schraubspindelgetriebe für handbetätigte Wagen, Hydraulikzylinder bei Personenwagen oder Druckluftanlagen bei modernen Güterzügen und Personenwagen. Luftbetätigte Klemmbremen nutzen Doppelzylinder, die am Bremsrahmen montiert sind, einer auf jeder Seite, die Stangen mit den Bremsschuhen verbunden sind. Direct-Pull- und Floating-Pin-Konstruktionen sind verbreitete Varianten, jede verteilt die Last unterschiedlich auf die Schuhoberflächen.

Der Begriff Klemmbremse bezieht sich auf die Greifwirkung der Gegenbacken; es ist eine ältere Bezeichnung, die noch in britischer und europäischer Eisenbahndokumentation zu finden ist. In Nordamerika wird der gleichwertige Mechanismus oft als Two-Shoe-Brake oder Clasp Brake verwendet. Diese Bremen wurden in der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts am weitesten verbreitet, bleiben aber in Museumsеisenbahnen und einigen Güterbetrieben in Betrieb, wo ihre Einfachheit und Robustheit ihre Beibehaltung gegenüber moderneren Konstruktionen rechtfertigen.

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