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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Lithium-Ionen-Batterie

Englisch: lithium ion battery

Ein wiederaufladbarer Batterietyp mit Lithiumverbindungen, aber ohne elementares Lithium, verwendet in vielen Unterhaltungselektronikgeräten.

Lithium-Ionen-Batterie: wiederaufladbare Energie in einer versiegelten Zelle

Eine Lithium-Ionen-Batterie ist eine wiederaufladbare elektrochemische Zelle, die Lithium-Ionen zwischen zwei Anschlüssen, Anode und Kathode genannt, durch einen organischen Elektrolyten bewegt. Anders als ältere Alkali-Batterien kehrt sich die chemische Reaktion dieser Zellen beim Laden um, wodurch sie sich für hundert- oder tausendfache Ladezyklen eignen. Die Anode besteht typischerweise aus Graphit, die Kathode aus einem Lithium-Metalloxid (wie Lithium-Cobalt-Oxid oder Lithium-Eisenphosphat), und der Elektrolyt ist ein Lithium-Salz, das in organischen Lösungsmitteln gelöst ist. Diese Kombination erzeugt Nennspannungen zwischen 3,2 und 3,7 Volt pro Zelle, je nach Chemie.

Der industrielle und kommerzielle Einsatz von Lithium-Ionen-Batterien umfasst Elektrofahrzeuge, Netzspeicher, unterbrechungsfreie Stromversorgungen und tragbare Elektrowerkzeuge. Ein einzelnes Autobahnpaket kann hunderte Zellen enthalten, die in Reihen und parallel geschaltet sind, um die erforderliche Spannung und Kapazität zu erreichen. Die Energiedichte von Lithium-Ionen-Zellen ist deutlich höher als bei Blei-Säure- oder Nickel-Metallhydrid-Batterien, das heißt, weniger Gewicht für die gleiche gespeicherte Energie. Dieser Vorteil machte sie zum Standard für Elektrofahrzeuge, bei denen das Gewicht direkt Reichweite und Leistung beeinflusst.

Chemische Varianten und Kompromisse

Lithium-Cobalt-Oxid-Zellen, üblich in Unterhaltungselektronik, bieten hohe Energiedichte, sind aber teuer und weniger thermisch stabil. Lithium-Eisenphosphat-Zellen, oft in industriellen und stationären Anwendungen verwendet, laden langsamer und speichern weniger Energie pro Kilogramm, vertragen aber tiefere Entladungen und breitere Temperaturbereiche. Nickel-Mangan-Cobalt- und Nickel-Cobalt-Aluminium-Mischungen stellen Kompromisse dar und handeln Kosten, Stabilität, Lebensdauer und Leistung gegeneinander ab. Jede Chemie erfordert unterschiedliche Ladeprotokolle und Wärmemanagementinitiativen.

Ausfallmodi von Lithium-Ionen-Batterien umfassen thermisches Durchgehen (unkontrollierter Temperaturanstieg, der Brand verursachen kann), Abbau der Festelektrolyt-Grenzschicht, Dendrit-Wachstum, das den Separator durchbricht und interne Kurzschlüsse verursacht, und Aufquellen durch Gasbildung. Herstellungsmängel wie innere Verunreinigungen oder Separator-Beschädigungen können diese Ausfälle Monate oder Jahre nach Verlassen der Fabrik auslösen. Richtiges Wärmemanagement, Ladungsbegrenzung und Überwachung von Spannung und Innenwiderstand sind für den sicheren Betrieb in industriellen Umgebungen unerlässlich.

Der Name spiegelt die Chemie wider, nicht die physische Form. Trotz des Namens enthalten diese Batterien kein metallisches Lithium; das Lithium existiert als Ionen und Lithium-Verbindungen, die in den Elektrodenmaterialien gebunden sind. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil elementares Lithium pyrophor ist und nicht mit Wasser kompatibel ist, während Lithium-Ionen-Zellen erheblich sicherer sind und im industriellen Maßstab hergestellt werden können. Der Begriff wurde in den 1990er Jahren gebräuchlich, als diese Zellen in Verbrauchermärkte eintraten und Nickel-Cadmium- und Nickel-Metallhydrid-Designs verdrängten.

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