Ladeschacht-Auskleidung
Englisch: cargo liner
Auskleidung für Frachtschächte von Flugzeugen oder Auskleidung für Innenraum und Gepäckraum von Kraftfahrzeugen.
Ladungsfutter: Schutzschicht zwischen Fracht und Metall
Ein Ladungsfutter ist eine Schutzfolie oder ein Kunststoffblatt, das in der Ladefläche, im Kofferraum oder in der Flugzeugkabine eingebaut wird, um die Metallstruktur vor Feuchtigkeit, Schmutz und Verschleiß durch die Frachtverlagerung zu schützen. Bei Fahrzeugen deckt es den Boden und die Wände des Laderaums ab, im Flugzeug kleidet es das gesamte Frachtabteil aus. Das Futter nimmt die Stöße von sich verschiebenden Kisten auf und verhindert, dass ätzende Materialien die Fahrzeugkarosserie beschädigen.
Ladungsfutter in Fahrzeugen bestehen typischerweise aus robustem gewebtem Polypropylen, gummiertem Stoff oder mehrschichtigem Polyethylen, üblicherweise 0,5 bis 1,5 mm dick. Sie werden entweder mit Kontaktklebstoff auf dem Metalluntergrund verklebt oder lose verlegt und mit Befestigungselementen gehalten. Einige Ausführungen haben eine Feuchtigkeitssperre auf der Unterseite, um Wasseransammlungen zu verhindern, andere eine strukturierte Oberseite, um die Fracht zu halten und Verrutschen zu reduzieren. Maßgefertigte Futter werden an die genaue Form der Ladefläche angepasst, während universelle Typen vor Ort zugeschnitten und angepasst werden.
Flugzeug-Ladungsfutter erfüllen über den reinen Schutz hinaus weitere Funktionen. Sie müssen bestimmte Entflammbarkeitsstandards erfüllen, die von Luftfahrtbehörden vorgegeben werden, und bestehen oft aus Aramid oder glasfaserverstärkten Verbundstoffen. Diese Futter reduzieren Vibrationslärm während des Fluges und lassen sich leicht zur Reinigung oder zum Austausch nach starker Beanspruchung oder dem Kontakt mit Gefahrstoffen entfernen. Das Gewicht des Futters wird minimiert, da Fluggesellschaften jedes Kilogramm in ihre Treibstoffverbrauchsberechnungen einbeziehen.
Beschädigungen am Ladungsfutter entstehen typischerweise durch Durchstiche von scharfen Frachtkanten, Verschleiß durch wiederholte Lade- und Entladezirklen oder Wassereintritte an Nähten und Kanten. Ein beschädigtes Futter ermöglicht Rostbildung am darunter liegenden Metall, besonders bei Fahrzeugen, die Salzsprühnebel oder feuchtem Klima ausgesetzt sind. Ein Austausch wird notwendig, wenn das Futter vom Untergrund ablöst, großflächig reißt oder bleibende Falten aufweist, die Flüssigkeiten sammeln lassen.
Der Begriff Futter leitet sich vom Konzept ab, einen Behälter auszukleiden. In der Frachtlogistik unterscheidet dieser Begriff die Schutzschicht von der tragenden Struktur selbst. Ladungsfutter stehen an der Schnittstelle zwischen Logistikeffizienz und Fahrzeugerhaltung und sind bei Flottenbetreuern und Spediteuren beliebt, weil sie die Lebensdauer wertvoller Laderäume verlängern und die Wartungskosten über die Betriebsdauer des Fahrzeugs senken.