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Kfz-Technik

Ladesäule

Englisch: charging point

Eine Vorrichtung zum Laden und Aufladen von Batterien in Elektrofahrzeugen.

Ladepunkt: wo die EV-Batterie wieder zu ihren Elektronen kommt

Ein Ladepunkt ist eine ortsfeste Anlage, die Elektrofahrzeugbatterien mit elektrischer Energie versorgt. Anders als eine Benzinpumpe, die Kraftstoff in Minuten abgibt, ist ein Ladepunkt mit der bordeigenen Ladeausrüstung des Fahrzeugs verbunden und liefert Strom über mehrere Stunden oder bei Schnellladeanlagen in unter einer Stunde. Der Ladepunkt selbst ist die Schnittstelle: ein wetterfestes Gehäuse an einer Wand, einem Mast oder einer Säule mit Stecker (typischerweise Typ 2 in Europa, CCS oder CHAdeMO), Messelektronik und Schaltgeräten.

Ladepunkte lassen sich in drei Leistungsklassen einteilen. Langsamlader (3 bis 7 Kilowatt) werden an Einphasen-Haushaltsnetze angeschlossen und laden eine 40- bis 60-Kilowattstunden-Batterie in acht bis zwölf Stunden auf. Sie sind verbreitet in privaten Installationen und an Arbeitsplätzen. Schnelllader (22 bis 43 Kilowatt) nutzen Drehstrom und verkürzen die Ladezeit auf vier bis sechs Stunden; sie stehen typischerweise in Hotels und Einzelhandelsbetrieben. Gleichstromschnelllader (ab 43 Kilowatt, bei neuesten Netzen bis 350 Kilowatt) laden eine Batterie zu 80 Prozent in 20 bis 45 Minuten und befinden sich auf Hauptstrecken und Raststätten.

Infrastruktur und Stromnetzbelastung

Die Stromversorgung des Ladepunkts muss nach Leistung dimensioniert und geschützt sein. Ein 7-Kilowatt-Lader in einer Hausinstallation braucht einen dedizierten 32-Ampere-Leitungsschutzschalter. Größere Anlagen erfordern Abstimmung mit dem Netzbetreiber, um Überlastung zu vermeiden; eine Gruppe von Gleichstromschnelllader kann mehrere hundert Kilowatt Anschlussleistung benötigen. Das Messsystem des Ladepunkts erfasst die abgegebene Energie und ist grundlegend für die Abrechnung, ob der Fahrzeughalter pro Kilowattstunde oder nach einem Abonnementmodell zahlt.

Häufige Ausfallarten sind korrodierte Stecker in feuchter Umgebung, unnötiges Auslösen von Fehlerstromschutzschaltern (FI-Schaltern) durch schlecht abgeschirmte Kabel und Firmware-Fehler, die das Handshake zwischen Fahrzeug und Lader verhindern. Der bordeigene Lader im Fahrzeug wandelt den Wechselstrom von Lang- und Schnelllader in Gleichstrom für die Batterie um; Gleichstromschnelllader umgehen dies und liefern Gleichstrom direkt, was hochwertigere Stecker und strengere Sicherheitsprotokolle erfordert.

Der Begriff Ladepunkt ist überwiegend europäisch und behördlich (in EU-Richtlinien und Standards wie IEC 61851 verwendet). In Nordamerika heißt die Ausrüstung oft Charging Station oder EVSE (Electric Vehicle Supply Equipment). Diese Unterscheidung ist relevant: eine Charging Station kann eine ganze Anlage mit mehreren Steckern und Zusatzeinrichtungen bezeichnen, während ein Ladepunkt einen einzelnen Stecker oder Anschluss meint. Mit der wachsenden Verbreitung von Elektrofahrzeugen sind Dichte und Leistung von Ladepunkten zu kritischen Engpässen bei der Flottenelektrifizierung und öffentlichen Infrastrukturplanung geworden.

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