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Kfz-Technik

Nebelschlussleuchte

Englisch: fog lamp

Eine helle rote Leuchte, normalerweise eine von mehreren, an der Rückseite eines Kraftwagens, die bei Nebel eingeschaltet werden kann, um Kollisionen mit von hinten anfahrenden Fahrzeugen zu vermeiden.

Nebelschlussleuchte: Rücklicht zur Warnung bei schlechter Sicht

Eine Nebelschlussleuchte ist ein spezielles Rücklicht, das tief an der Fahrzeugrückseite angebracht ist und einen hellen, durchdringenden Lichtkegel erzeugt, der durch Nebel, Regen und Spritzwasser sichtbar ist. Anders als das Standard-Bremslicht, das unter trüben Bedingungen überstrahlt werden kann, nutzt die Nebelschlussleuchte eine höhere Intensität und eine charakteristische rote Farbe, um durch atmosphärischen Dunst zu dringen und nachfolgende Fahrer auf die Fahrzeugposition hinzuweisen. Die meisten Vorschriften schreiben vor, dass Nebelschlussleuchten nur bei Sichtweiten unter einem bestimmten Schwellenwert, typischerweise etwa 100 Meter, verwendet werden dürfen.

Nebelschlussleuchten sitzen unterhalb der Standard-Schlussleuchten, weil Licht aus niedrigerer Höhe effektiver durch Nebel dringt als Licht von höheren Positionen. Das Lichtkegel-Muster ist breit und verteilt statt fokussiert, um die Sichtbarkeit über mehrere Fahrspuren zu maximieren. Kraftfahrzeugnormen in den meisten Märkten schreiben bei Motorrädern eine Nebelschlussleuchte vor, bei Pkw dagegen zwei, eine auf jeder Seite. Das Licht muss Mindesthelligkeit erfüllen: Nach ECE-Standard in Europa muss eine Nebelschlussleuchte mindestens 150 Candela erzeugen, darf aber festgelegte Grenzen nicht überschreiten, um andere Fahrer nicht zu blenden.

Aktivierung und häufige Missverständnisse

Nebelschlussleuchten haben separate Schalter von den Bremsleuchten und werden manuell oder über Armaturen-Bedienelemente aktiviert; sie schalten sich nicht automatisch beim Bremsen ein. Ein häufiger Fehler ist die Nutzung bei starkem Regen oder schlechter Sicht durch Dunkelheit allein, statt bei echtem Nebel. Vorschriften in vielen Ländern verbieten die Nutzung von Nebelschlussleuchten außer bei wirklich eingeschränkter Sicht, da ihre Helligkeit andere Fahrer unter normalen Bedingungen stören und ablenken kann. Bei einigen Fahrzeugen sind Nebelschlussleuchten-Schalter im Scheinwerferhebel oder einem separaten Konsolen-Schalter integriert.

Die Leuchteneinheit enthält typischerweise eine Halogenbirne mit 21 bis 27 Watt, eingefasst in einen Reflektor, der den Lichtkegel formt. Versiegelte Einheiten sind Standard, um Feuchtigkeitseintritt unter nassen Bedingungen zu verhindern. Beschädigungen durch Stöße, Rost oder Wassereintritt sind bei Fahrzeugen in korrosiven Umgebungen oder bei Geländenutzung häufig und erfordern regelmäßige Dichtungsprüfung und Birnenwechsel.

Verwechslungen entstehen oft zwischen Nebelschlussleuchten und Tagfahrleuchten oder zwischen Heck- und Front-Nebelleuchte (ein selteneres vorwärts gerichtetes Licht). Die Heck-Nebelschlussleuchte ist die Standard-Ausführung und gesetzliche Anforderung in den meisten Märkten; Front-Nebelscheinwerfer sind optional und weniger häufig verbaut. Die Bezeichnungen variieren regional; manche englischsprachigen Märkte sagen fog lamp, andere fog light, wobei der Unterschied hauptsächlich stilistisch ist.

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