Verkleidung
Englisch: cladding
Eine wetterfeste, wärmeisolierende oder dekorative Abdeckung, die an der Außenseite eines Gebäudes befestigt ist.
Fassadenverkleidung: die äußere Hülle und der Wetterschutz des Gebäudes
Fassadenverkleidung ist eine Materialschicht, die auf den Außenwänden eines Gebäudes befestigt wird, um das darunter liegende Tragwerk zu schützen, Wasser abzuleiten, thermischen Widerstand zu bieten und ein fertiges Erscheinungsbild zu schaffen. Sie trägt typischerweise keine strukturellen Lasten selbst; diese Aufgabe fällt dem dahinter liegenden Tragwerk oder dem Mauerwerk zu. Die Verkleidung sitzt zwischen der Außenumgebung und der Gebäudehülle und nimmt die volle Kraft von windbeförderten Regenfällen, UV-Strahlung und Temperaturschwankungen auf.
Übliche Verkleidungsmaterialien sind Faserzementplatten, Naturstein, Ziegelbekleidung, Metallpaneele (Aluminium oder Stahl), Holzbretter und Verbundmaterialien. Faserzement ist in gemäßigten Klimazonen beliebt, weil es gegen Fäulnis, Feuer und Insektenschäden beständig ist; Metallverkleidung bietet Langlebigkeit und saubere Ästhetik, leitet aber Wärme und erfordert sorgfältige Details an Anschlüssen; Naturstein bietet hohe Leistung, aber erhebliche Kosten und Gewicht; Holz erfordert regelmäßige Instandhaltung, vermittelt aber Wärme und klassisches Aussehen. Jedes Material bringt unterschiedliche U-Werte, Dampfdurchlässigkeit, Haltbarkeitseinstufungen und Kostenprofil mit sich, die seinen Einsatz in verschiedenen Regionen und Gebäudetypen bestimmen.
Die Verkleidung wird über eine Unterkonstruktion aus Latten oder Traglisten am Tragwerk befestigt, wodurch hinter der Verkleidung ein Hohlraum entsteht. Dieser Luftspalt ermöglicht es, dass Wasser, das in die äußere Schicht eindringt, nach unten und weg abfließt, und Dampf kann nach außen diffundieren, was entscheidend ist, um Fäulnis und Schimmel in den Strukturelementen zu verhindern. Die Tiefe dieses Hohlraums liegt typischerweise zwischen 25 mm und 150 mm, abhängig vom Verkleidungstyp, der Entwässerungskonstruktion und den örtlichen Baustandards. Die richtige Ausführung dieser Entwässerungsebene ist dort, wo viele Schäden auftreten: Wenn Wasser zwischen der Verkleidung und dem Tragwerk eingeschlossen wird, verschlechtert sich das Tragwerk schnell.
Montage und Leistung
Die Verkleidung muss an Öffnungen, Anschlüssen und Bewegungsfugen sorgfältig detailliert werden. Fensterrahmen, Türrahmen, Dachkanten und Sockelbereiche erfordern alle Dichtstoffe, Anschlussbleche oder überlappende Anordnungen, um sicherzustellen, dass Wasser nach außen und unten läuft, niemals nach innen. Materialbewegungen durch Temperaturschwankungen und Feuchtigkeitsaufnahme können starre Verkleidung rissig machen oder Befestigungslöcher verzerren; die Spezifikation von Fugenspiegel, Befestigungstyp und Dichtstoff-Flexibilität ist erforderlich. Nach der Montage hängt die Leistung von der Integrität dieser Details und von der Instandhaltung ab: Holzverkleidung benötigt regelmäßige Behandlung oder Anstrich; Stein kann eine Neuverpontung erfordern; Metallpaneele können korrodieren, wenn sie zerkratzt und nicht geschützt sind.
Der Begriff Fassadenverkleidung unterscheidet sich von Putz oder Anstrich (Nassfinishes, die direkt auf den Untergrund aufgebracht werden), und von echtem tragenden Mauerwerk (das strukturelles Gewicht trägt). Im modernen Bauwesen, besonders in Großbritannien und Europa, sind belüftete Fassadensysteme mit Dämmung dahinter heute bei Neubauten Standard, teilweise weil die Bauordnung höhere thermische Leistung erfordert und teilweise weil der Luftspalt einen bewährten Entwässerungsweg bietet. Ältere Gebäude haben oft durchgehend Verkleidung ohne Hohlraum, weshalb Wassereintritt bei Renovierungen von Bestandsgebäuden nach wie vor häufig vorkommt.