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Bergbau und Gewinnung

klebrig

Englisch: claggy

Klebrig, mit anhaftender Kohle behaftet.

claggy: Kohlenstaub, der sich an der Ausrüstung festsetzt

Im Kohlebergbau beschreibt claggy Material, üblicherweise Kohlenstaub oder feine Kohlepartikel, das hartnäckig an Maschinen, Förderbändern, Sieben und Handhabungsgeräten haftet. Die Haftung ist oft stärker, wenn die Kohle Feuchtigkeit oder Tonminerale enthält, die als Bindemittel wirken. Im Gegensatz zu trockener, brüchiger Kohle, die frei fließt, verursacht claggy-Kohle Betriebsprobleme: Sie baut sich in Schächten auf, blockiert Trichter, verstopft Förderwalzen und vermindert die Wirksamkeit von Sieb- und Trenngeräten.

Die Klebrigkeit entsteht aus einer Kombination von Faktoren. Kohle mit höherem Feuchtigkeitsgehalt (über 8 bis 12 Prozent, abhängig von Sorte und Geologie) neigt mehr zur Klebrigkeit. Feine Partikel, besonders solche unter 1 Millimeter, haben eine größere Oberfläche und können besser anhaften. Schiefer, Ton und andere kohlestoffhaltige Feinteile, die mit der Kohle vermischt sind, wirken als natürliche Bindemittel. In verwitterten oder oxidierten Flözen wird die Kohleoberfläche hydrophiler und haftet mit hartnäckiger Zähigkeit an Stahl- und Gummiflächen.

Betreiber bekämpfen claggy-Kohle durch Konstruktion und Prozesssteuerung. Selbstreinigend wirkende Förderwalzen mit gerillter oder keramischer Oberfläche widerstehen Ablagerungen besser als glatte Rollen. Sprühsysteme, die kleine Mengen Wasser aufbringen, helfen paradoxerweise in manchen Fällen, da sie die elektrostatische Haftung verringern oder Material zum Gleiten statt zum Haften bringen können. Manche Betriebe stellen die Übergangskanten auf 55 bis 60 Grad ein, steil genug, dass das Material abschert und fließt statt haftet. Sieben können problematisch sein, aber geneigte Siebe mit höheren Deckwinkeln und schnelleren Vibrationsfrequenzen helfen dem Material, hindurchzugehen, statt auf dem Drahtgewebe zu verkrusten.

Der Begriff selbst stammt aus der britischen Umgangssprache clag, was haftet oder klebt (aus altenglischen und deutschen Wurzeln). Im Bergbau ist es zu einem technischen Merkmal eines echten Problems geworden: eine Kohle, die ihren trockenen, fließenden Charakter verloren hat und zur Belastung wird. Claggy-Kohle ist weder erwünscht noch ungewöhnlich; sie ist einfach eine Materialeigenschaft, die Bergleute erkennen und beherrschen müssen, oft durch Anpassung der Transportpläne, Reinigungsprotokolle oder Verarbeitungsparameter, um die Geräte stromabwärts betriebsfähig zu halten.

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