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Landtechnik

Reinigungsschuh

Englisch: cleaning shoe

Das Teil eines Mähdreschers, das große Verunreinigungen wie Steine auswägt und leichte Verschmutzungen wie Spreu ausbläst.

Reinigungsschuh: die Sieb- und Gebläseeinheit, die Getreide von Verunreinigungen trennt

Der Reinigungsschuh ist die letzte Verarbeitungsstation eines Mähdreschers, an der das gereinigte Getreide vor der Lagerung aufbereitet wird. Er sitzt nach den Dreschwerk- und Primärseparatorsystemen und besteht aus zwei Hauptkomponenten: einem oszillierenden Siebdeck und einem Luftstrom. Das Sieb entfernt Steine, Erdklumpen und andere schwere Fremdstoffe, die das Getreide beschädigen oder nachgelagerte Maschinen verschmutzen würden. Der vom Gebläse erzeugte Luftstrom trägt Spreu, leichte Unkrautsamen und Staub ab.

Die meisten Reinigungsschuhe arbeiten mit zwei Siebdecks. Das obere Deck hat größere Öffnungen, typischerweise 6 bis 10 Millimeter je nach Fruchtart, und fängt die gröbsten Verunreinigungen. Material, das durchfällt, gelangt auf ein unteres Deck mit kleineren Öffnungen, üblicherweise 2 bis 4 Millimeter, das korrekt große Körner durchlässt und feinere Verschmutzungen abhält. Beide Decks oszillieren mit 400 bis 600 Hüben pro Minute hin und her, schieben dabei Schmutz nach hinten, während Getreide nach vorne zum Auslauf gleitet.

Die Luftstromgeschwindigkeit ist entscheidend und muss auf die geerntete Frucht abgestimmt werden. Zu wenig Luft und Spreu gelangt mit ins Getreide, was die Reinheit vermindert und den Marktwert senkt. Zu viel Luft kann leichte Sorten oder unreife Körner ausblasen. Die Gebläsedrehzahl wird normalerweise durch einen motorgetriebenen Riemen oder auf neueren Maschinen durch ein stufenlos variables Riemenrad gesteuert. Der Fahrer stellt die Gebläsedrehzahl nach Gefühl und durch Beobachtung des Spreustroms ein, der die Maschine verlässt; richtig eingestellte Luft erzeugt eine sichtbare Spreufahne, aber kaum Kornverluste an den Seiten.

Häufige Verschleißerscheinungen und Probleme

Die Siebdecks verschleißen kontinuierlich durch den Kontakt mit körnigen Boden- und Steinpartikeln. Die Löcher werden nach mehreren Saisons größer und lassen immer feineres Material durch. Viele Betriebsleiter tauschen die Decks während der Wartung in der Saison aus. Unausgewogene Oszillation, verursacht durch verschlissene Lager oder verbogene Rahmenbauteile, führt zu ungleichmäßigem Kornfluss und Totzonen, wo sich Schmutz ansammelt. Ein verstopfter Reinigungsschuh, wenn feuchtes oder feines Material in den Öffnungen anbackt, zwingt den Fahrer zum Stoppen und manuellen Reinigen, besonders frustrierend bei Ernte unter feuchten Bedingungen.

Die Effizienz des Reinigungsschuhs wirkt sich direkt auf die Marktfähigkeit des Getreides aus. Käufer von Weizen, Gerste und Hafer legen strenge Normen für Fremdstoffe und beschädigte Körner fest. Ein schlecht eingestellter Reinigungsschuh kann den Unterschied zwischen Prämienpreisen und erheblichen Abzügen ausmachen. Deshalb führen viele Landwirte zu Beginn der Ernte eine Testbereinigung durch, fahren Getreideproben durch den Mähdrescher und eine Körnerputzmaschine, um zu überprüfen, dass die Reinigungsanlage funktioniert, bevor es mit großflächiger Ernte losgeht.

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