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Schiffbau und Werft

Anzahl

Englisch: count

Menge von gleichartigen Artikeln in einer Verpackung.

Fadenzahl: Fäden pro Zoll oder Fasern pro Flächeneinheit

In der Schiffstakelage und Segelmacherei bezeichnet Fadenzahl die Anzahl der Fäden oder Fasern pro Längeneinheit, meistens ausgedrückt als Fäden pro Zoll (TPI) in Tauen, Schnüren und Geweben. Die Fadenzahl bestimmt die Feinheit und Festigkeitseigenschaften des Materials. Eine höhere Fadenzahl bedeutet feinere, dichter gepackte Fasern, was eine glattere Oberfläche und bessere Verschleißfestigkeit ergibt, aber eine geringere Bruchfestigkeit pro Gewichtseinheit. Eine niedrigere Fadenzahl ergibt gröberes, schwereres Tau oder Canvas mit größerer Zugfestigkeit, aber höherer Anfälligkeit für Abnutzung durch Reibung.

In der Tau- und Seilereiherstellung ist die Fadenzahl kritisch für Spezifikation und Qualitätskontrolle. Naturfasertaue (Manila, Sisal, Baumwolle) und Kunststoffmaterialien (Polyester, Nylon) werden alle nach Fadenzahl klassifiziert. Ein typisches dreischläfriges Manilataue könnte mit Fadenzahl 24 für allgemeine Arbeiten spezifiziert sein, während feine Signalhalsen Fadenzahl 36 oder höher verwenden. Die Fadenzahl beeinflusst die Handhabungseigenschaften: hochzähliges Tau schont die Hände, kann aber unter Last durchrutschen; niedrigzähliges Tau haftet besser, ist aber über längere Zeit anstrengender zu handhaben.

Bei Canvas und Segeltuch misst die Fadenzahl die Fäden pro Zoll in Kette und Schuss. Schweres Segeltuch könnte mit 30 zu 32 bewertet sein (30 Fäden pro Zoll Kette, 32 im Schuss), während leichtere Wettersegel 40 zu 40 oder feiner verwenden. Die Fadenzahl beeinflusst direkt das Gewicht des fertigen Gewebes und seine Reißfestigkeit. Ein höherzähliges Gewebe widersteht Durchstichen und Abnutzung besser, wiegt aber mehr und ist in Seebedingungen anfälliger für Sonnenschäden und Schimmel.

Verwirrung bei der Fadenzahl entsteht häufig, weil der Begriff mit anderen Spezifikationen überlappt. In einigen Zusammenhängen, besonders in älterer britischer Praxis, bezeichnet Fadenzahl die Anzahl der zusammengedrehten Lagen oder Schläge statt der Fäden pro Längeneinheit. Das Überprüfen der Maßeinheit und des Kontextes ist wesentlich, um die falsche Ware nicht zu bestellen. Lieferanten geben typischerweise sowohl Fadenzahl als auch Gewicht oder Durchmesser des fertigen Produkts an, um Unklarheiten auszuschließen.

Der Begriff stammt aus dem einfachen Abzählen von Fasern oder Fäden von Hand oder unter Vergrößerung, eine Praxis, die immer noch bei hochwertigen Segeltuchsorten zur Qualitätssicherung verwendet wird. Es bleibt eines der direktesten und reproduzierbaren Maße für Garn- und Gewebebfeinheit, das in der Natur- und Kunststofffaserbranche einheitlich verwendet wird.

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