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Kfz-Technik

Landstraßenlicht

Englisch: country beam

nounKfz-Technikdated

Eine Scheinwerfereinstellung für ruhige Landstraßen bei Nacht.

Landstraßenlicht: gedimmte Scheinwerfer für dunkle Landstraßen ohne Gegenverkehr

Das Landstraßenlicht ist eine bewusst abgedimmte Scheinwerfereinstellung zum Fahren auf dunklen Landstraßen, wo Gegenverkehr selten oder gar nicht vorkommt. Anders als das Abblendlicht in Städten und auf Hauptstraßen erzeugt das Landstraßenlicht ein helleres, weniger eingeschränktes Lichtmuster, das höhere Geschwindigkeiten auf dunklen Landwegen ohne ständiges Umschalten zwischen Abblend- und Fernlicht ermöglicht. Der Begriff ist inzwischen veraltet und findet sich hauptsächlich noch in älteren britischen und europäischen Kfz-Handbüchern und Vorschriften.

Das Landstraßenlicht liegt in Helligkeit und Lichtwurfweite zwischen Abblendlicht und Fernlicht. Während das Abblendlicht das Licht typischerweise etwa 12 Grad über der Horizontalen abbricht, um entgegenkommende Fahrer nicht zu blenden, erlaubt das Landstraßenlicht einen steileren Winkel nach oben und erhöht die Sichtweite nach vorne. Dies ist sinnvoll auf engen, kurvigen Straßen, wo Gegenverkehr selten genug ist, dass das geringe Risiko der gelegentlichen Blendung eines anderen Fahrers durch den Sicherheitsvorteil der größeren Erkennungsdistanz von Hindernissen wie landwirtschaftlichen Geräten, Vieh oder Schlaglöchern aufgewogen wird.

Warum der Begriff verschwand

Das Landstraßenlicht wurde überflüssig, als Landstraßen zunehmend ausgebaut, beleuchtet oder in schnellere Netze mit strengeren Verkehrsregeln integriert wurden. Moderne Scheinwerfervorschriften und die Verbreitung zuverlässigen Abblend- und Fernlichtwechsels machten eine Zwischenstellung unnötig. Die Scheinwerfertechnik entwickelte sich auch in Richtung asymmetrischer Lichtkegel und automatischer Niveauregelung, was mechanische Landstraßenlicht-Einstellungen unpraktikabel machte. Die meisten Fahrzeuge ab den 1990er Jahren verzichteten auf die Funktion ganz.

Einige ältere Fahrzeuge, besonders British-Leyland-Modelle und frühe europäische Autos aus den 1960er und 1970er Jahren, haben das Landstraßenlicht noch als gekennzeichnete Position am Scheinwerferhebel oder als separaten Regelknopf. Die Nutzung heute bringt keinen rechtlichen Vorteil und kann in manchen Ländern sogar gegen Straßenverkehrsordnungen verstoßen, was es zu einer Kuriosität aus einer anderen Ära des Fahrens macht.

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