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Luftfahrttechnik

seitlich abdriften

Englisch: crab

Ein Flugzeug (z.B. einen Segelflugzeug) seitwärts gegen die Luftströmung steuern, um eine gerade Flugbahn beizubehalten.

Krabbe: seitwärts fliegen, um den Kurs zu halten

Wenn Wind ein Flugzeug senkrecht zu seiner beabsichtigten Flugbahn drückt, korrigiert der Pilot durch Krabben, indem er die Nase in den Wind dreht, während der Rumpf seitwärts über Grund bewegt. Die Flugzeugnase und die Bodenflugbahn sind nicht mehr deckungsgleich. Ein Pilot, der einen geraden Nordanflug mit Westwind fliegt, stellt die Nase nach Nordwesten und hält diesen Krabbenwinkel bis zur Landung oder bis sich die Windverhältnisse ändern.

Krabben ist unverzichtbar bei Seitenwindlandungen, wenn die Landebahnausrichtung fest, aber die Windrichtung veränderlich ist. Im Endanflug behält der Pilot einen Krabbenwinkel, der das Flugzeug zur Bahnachse in Bezug auf den Grund ausrichtet. Ohne Krabben würde das Flugzeug mit dem Wind abdriften und möglicherweise schräg aufsetzen, was Fahrwerksschäden oder Kontrollverlust riskiert. Segelflugpiloten nutzen Krabben beim Hangflug, um in Steigstreifen zu bleiben, die zur Windrichtung versetzt sind.

Unterschied zwischen Krabben und Slip

Beim Slip versetzt der Pilot das Flugzeug absichtlich in den Slip, um Auftrieb zu erhöhen und Höhe zu verlieren, ohne schneller zu werden. Krabben dagegen ist eine Fluglageverstellung, die sichere Fluggeometrie erhält und Wind ausgleicht. Ein Slip im Anflug wirkt absichtlich unkoordiniert; ein Krabbe-Anflug sollte bis zur Ausflare koordiniert sein.

Moderne Flugzeuge mit guter Querruderwirkung können durch einen Slip die Krabbe kurz vor dem Aufsetzen aufheben, eine Technik namens De-Crabbing. Größere Flugzeuge oder solche mit begrenzter Seitenwindtauglichkeit landen möglicherweise mit kleinem Krabbenwinkel und setzen zuerst mit dem Hauptfahrwerk auf. Amphibienflugzeuge, die auf Wasser landen, halten oft einen Krabbenwinkel zur Wellenbahn, die von der Windrichtung abweichen kann.

Der Begriff stammt von der seitwärts gerichteten Bewegung der Krabbe. In der Luftfahrt reicht er bis zur frühen Segelflugzeit, als der Hangflug über unebenes Gelände Krabbenwinkel erforderte, um in Steigluft zu bleiben. Das Konzept gilt gleichermaßen für Schiffe, die Gezeitenströmungen navigieren, und wurde in den 1930er Jahren in die Luftfahrtterminologie übernommen.

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