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Bergbau und Gewinnung

Abbau

Englisch: cropping

Ein Flöz oder Erzvorkommen, das an der Oberfläche austritt und abgebaut wird.

Aufschluss: erzführendes Gestein an der Oberfläche, bergbaubereit

Ein Aufschluss ist eine freigelegte Ader oder mineralisierte Zone, die die Erdoberfläche erreicht und Erz in zugänglicher Form ohne vorherige Abgrabung bietet. Bergleute erkennen Aufschlüsse als Ausbiße, wo Verwitterung und Erosion die Überburden abgetragen haben und das abbauwürdige Mineralisierte sichtbar oder leicht von der Oberfläche erreichbar ist. Der Erzgehalt und die Mächtigkeit des Aufschlusses bestimmen, ob der Abbau wirtschaftlich ist; viele Aufschlüsse werden als Tagebaue oder flache Untertagebetriebe genutzt, da die Abräumkosten gering sind im Vergleich zu tieferen Vorkommen.

Der Begriff tritt am häufigsten im Hartgesteinsbergbau auf: Edelmetalle, Buntmetalle und Industrieminerale. Ein Goldaufschluss kann eine Quarzader mit sichtbarem Feingold oder Sulfiderz sein; ein Kupferaufschluss besteht typischerweise aus oxidierten oder angereicherten Zonen, wo Verwitterung den Metallgehalt konzentriert hat. Eisenerzaufschlüsse sind in Laterit- und gebänderten Eisenformationslagerstätten häufig. Der Aufschluss zeigt meist chemische oder Farbveränderungen, Rostflecken oder Gossanmaterial (Eisenhydroxide und Kieselsäurerückstände), die dem geschulten Auge die Mineralisierung anzeigen.

Geologie und Abbau

Aufschlüsse entstehen dort, wo Erzlagerstätten die Topographie schneiden oder wo Erosion die überlagernden Nebengesteine durchschnitten hat. Die freigelegte Mineralisierung zeigt direkt in die Tiefe; Bergleute nutzen die Geometrie des Aufschlusses, Fallwinkel und Streichrichtung, um die Kontinuität und Größe der Lagerstätte unterhalb der Oberfläche abzuschätzen. Viele historische Bergbaulager und Distrikte wurden durch das Verfolgen von Aufschlüssen in die Tiefe gefunden, und systematische Prospektion stützt sich noch immer auf die Verfolgung der Oberflächenmineralisierung in die Tiefe.

Der Abbau eines Aufschlusses geht oft der tieferen Erschließung voraus. Ein Bergmann kann den oberen Bereich eines Aufschlusses abbauen, während gleichzeitig Schächte abgeteult oder Querschläge ins frische Erz vorgetrieben werden. Verwittertes und oxidiertes Erz nahe der Oberfläche ist in der Regel weicher, brüchiger und leichter zu brechen als frisches Gestein, aber erzärmer durch Auslauge von löslichen Mineralien. Die Überganszone zwischen verwittertem Aufschluss und frischem Erz kann vertikal wenige Meter bis zu mehreren zehn Metern variieren.

Das Wort spiegelt die praktische Sprache der Prospektoren wider: das Erz tritt auf, bricht durch die Oberfläche, wird sichtbar. In alten Bergbautexten und Feldberichten wird ein Aufschluss von einem Subaufschluss (Erz unter dünner Überdeckung) und von einem Schachtmundloch (der betriebene Einstiegspunkt einer ausgebauten Grube) unterschieden. Regionale Bergbaucodes und Klassifikationen von Reserven behandeln Aufschlüsse als hochzuverlässiges Erz, da ihre Geometrie direkt vor Ort gemessen und beprobt werden kann.

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