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Drucktechnik

Schnittmarke

Englisch: cropmark

Markierungen in den Ecken eines Druckbogens, die angeben, wo die Seite geschnitten werden soll.

Schnittmarken: Eckkennzeichnungen, die Maschinenführern zeigen, wo zu trimmen ist

Eine Schnittmarke ist eine feine Linie, die im Rand eines Druckbogens gedruckt wird und an den Ecken oder Kanten der vorgesehenen endgültigen Seitengröße positioniert ist. Sie dient als visuelles Ziel für den Schneidmaschinenführer oder die automatisierte Schneidausrüstung und zeigt genau, wo das Druckmaterial durchtrennt werden muss, um das fertige Zuschneideformat zu erreichen. Schnittmarken sind unverzichtbar beim mehrfachen Druck auf einem Bogen, bei dem mehrere Kopien einer Seite auf einem großen Bogen angeordnet und nach dem Druck getrennt werden.

Schnittmarken erstrecken sich typischerweise 3 bis 6 Millimeter über die Schnittkante hinaus und sind kurz außerhalb des Beschnittbereichs positioniert. Sie werden in einer Farbe gedruckt, die vom Bedruckstoff kontrastiert, meistens schwarz oder eine Registrierfarbe. Im digitalen Workflow werden Schnittmarken in der Impositionsstufe hinzugefügt, bevor die Druckform erstellt wird. Sie sollten niemals im sichtbaren Druckbereich des fertigen Produkts erscheinen; sie existieren nur auf dem Verschnittrand, der verworfen wird.

Einrichtung und Einsatz in der Produktion

An einer Guillotine oder Rotationsschneidemaschine richtet der Maschinenführer den Bogen so aus, dass die Schnittmarken mit dem Messer oder Schneidkopf übereinstimmen. Bei moderner Verarbeitungsausrüstung erfassen optische Sensoren oder digitale Registriersysteme die Schnittmarken automatisch und gewährleisten wiederholbare Schnitte mit engen Toleranzen. Schlecht ausgerichtete Schnittmarken führen zu ungleichmäßigen Schnitten, Verschnitt und Kundenbeschwerden. Deshalb müssen Schnittmarken in der Design- und Impositionsphase präzise platziert werden.

Schnittmarken unterscheiden sich von Schneidemarken (die auch Falzlinien oder Beschnittwarnungen enthalten können) und von Registriermarken (die Farbseparationen ausrichten). Ein einzelner Bogen kann alle drei Arten von Führungsmarken tragen. Beschnitte, die Inhalte über die Schnittkante hinaus erweitern, um weiße Kanten nach dem Schneiden zu vermeiden, sind auf Schnittmarken angewiesen, um zu definieren, wo dieser Beschnitt tatsächlich entfernt wird.

Im Offset- und Flexodruck sind Schnittmarken Teil der Film-Druckdatei oder der digitalen Formendaten. In digitalen Drucksystemen können sie vom RIP-Software erzeugt oder in der Druckdatei manuell vorgegeben werden. Fehlerhafte Schnittmarkenplatzierung, fehlende Schnittmarken oder Marken, die innerhalb der Schnittkante positioniert sind, sind häufige Vorpressenfehler, die einen Auftrag verzögern oder kostspieliges Nacharbeiten in der Verarbeitungsphase erzwingen können.

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