Stuckleiste
Englisch: crown molding
Eine Zierleiste an der Oberkante eines Raumes zwischen Decke und Wand.
Gesimsbrett: das profilierte Zierleistenprofil zwischen Wand und Decke
Das Gesimsbrett ist ein dekoratives Holzprofil, das in der Ecke zwischen Decke und Wandoberkante angebracht wird. Es überbrückt den Übergang zwischen zwei Flächen und verdeckt Spalten, Staub und die Fuge zwischen Spachtelmasse und Deckenebene. Das Leistenprofil ist typischerweise 3 bis 6 Zoll hoch, größere Profile bis 12 Zoll sind bei hochwertigen Wohnbauten üblich. Es wird fast immer horizontal um den Raumumfang verlaufen angebracht und an innen- und außenliegenden Ecken fast immer in 45-Grad-Winkeln geschnitten.
Das Profil selbst wird auf einer Hobelmaschine oder Formmaschine gestaltet, um eine charakteristische gestufte oder geschwungene Oberfläche zu erzeugen. Häufige Profile sind das traditionelle Gesimsbrett mit konkaver Oberseite und einer Reihe gestufter Schultern, die Hohlkehle (eine einfache konkave Kurve) und die Bettleiste (ein kleineres, einfacheres Profil). Eiche, Ahorn, Pappel und Kiefer sind typische Holzarten für Wohnbauten; MDF und grundierte Weichhölzer sind wirtschaftliche Alternativen für gestrichene Oberflächen. Hochwertige Möbelschreinerei kann Riffelschnitt-Eiche oder Kirschbaum verwenden.
Montage und das Doppelwinkel-Problem
Das Gesimsbrett stellt eine geometrische Herausforderung dar: es sitzt in einem Winkel zu Wand und Decke, liegt nicht flach auf einer einzelnen Ebene an. Das Leistenprofil muss daher in der Gehrungssäge geschnitten und gekippt werden, nicht flach aufliegend. Außenecken werden in Gehrung in einem zusammengesetzten Winkel geschnitten; Innenecken werden typischerweise gestoßen, wobei ein Stück entlang des Profils des benachbarten Stücks gesägt und dagegen gestoßen wird. Diese Stoßverbindung verdeckt saisonale Holzverformung und ist stärker als eine einfache Gehrungsverbindung.
Häufige Mängel sind offene Fugen durch Holzschwindung quer zur Faser, schlecht gestoßene Profile, die sichtbare Spalten hinterlassen, und Befestigung zu hoch am Ständer oder der Kopfplatte, was das Gesimsbrett beim Setzen des Hauses absinken lässt. Richtige Verstärkung an der Kopfplatte und sorgfältige Wahl der Faserrichtung reduzieren Verformungsprobleme. Die Oberflächenbearbeitung erfolgt normalerweise vor der Montage, aber Nachbesserungen bei Beize und Schliff sind nach dem Nageln oft erforderlich.
Der Begriff "Gesimsbrett" bezieht sich wahrscheinlich auf die gekrönte oder verzierte Erscheinung des Raums aus der Perspektive von unten, wobei die historische Verwendung auch mit der formalen Krönung von Wänden in der klassischen Architektur verbunden ist. Im Handwerk wird es manchmal "Gesims" genannt, obwohl Gesims technisch die vollständige Baugruppe aus Gesimsbrett, Bettleiste und anderen Elementen der klassischen Gebälkordnung umfasst. Das Gesimsbrett bleibt eines der am häufigsten verarbeiteten Zierleistenprofile in der Fertigschreinerei von Wohnbauten.