SpracheEnglishDeutsch
Kfz-Technik

Zahnrad rattern

Englisch: crunch

Verursachen, dass die Zahnräder ein Rattern von sich geben, indem die Kupplung losgelassen wird, bevor die Zahnräder richtig synchronisiert sind.

Crunch: Zahnräder schleifen, wenn die Synchronisierung die Drehzahlen nicht angleicht

Crunch bedeutet, die Gangschaltung zu erzwingen, indem man die Kupplung trennt, bevor Eingangswelle und Ausgangswelle die gleiche Drehzahl erreicht haben. Das Ergebnis ist ein hartes Schleifen oder Kratzen, wenn die Schaltkerben am Zahnrad in die Nuten des Synchronisierungsringes eingreifen, während sie sich noch mit unterschiedlichen Drehzahlen drehen. Das ist brutale Kontakt zwischen gehärteten Stahlflächen, und es beschädigt sowohl die Zahnräder als auch die Synchronisierringe, die das verhindern sollen.

Crunchen tritt am häufigsten beim Herunterschalten auf. Ein Fahrer bremst, bewegt den Schalthebel in einen niedrigeren Gang und trennt die Kupplung zu schnell, bevor die Motordrehzahl die Fahrtdrehzahl erreicht hat. Das Drücken des Gaspedals kurz vor vollständiger Kupplungslösung, eine Technik namens Rev Matching, bringt die Motordrehzahl in Einklang und ermöglicht den Synchronisierern, ihre Aufgabe zu erfüllen. Ohne diese Technik zwingt der Fahrer kalte Metallzähne zum Aufeinandertreffen.

Moderne manuelle Getriebe haben drei- oder sogar vierflächige Synchronisierungen, die kleine Zeitfehler ausgleichen und Crunchen ganz verhindern sollen. Selbst dann verschleißen sie bei aggressiver oder nachlässiger Fahrweise schneller. Überdrehen beim Herunterschalten oder halbgekuppelte Bremsung kann ebenfalls Schäden verursachen. Automatikgetriebe eliminieren das Risiko durch Drehmomentumwandler oder Planetengetriebe, die die Drehzahlen elektronisch angleichen.

Ein einzelner Crunch verursacht normalerweise keinen Dauerschaden. Wiederholtes Crunchen oder aggressives Crunchen unter Last verschleißt die Synchronisierringe und beschädigt Zahnräder. Ein verschlissener Synchronisierer verliert seinen Griff und beginnt zu rutschen, was beim nächsten Versuch zu härterem Kontakt führt. Am Ende brechen die beschädigten Zähne aus, der Gang springt unter Last heraus, oder das Getriebe lässt sich überhaupt nicht einlegen. Eine Getrieberevisionen wird notwendig.

Der Begriff kommt direkt vom Geräusch: ein charakteristisches Schleifen oder Schleifgeräusch, das sich deutlich vom ruhigen Eingriff einer richtig synchronisierten Schaltung unterscheidet. In der Werkstatt wird er als Substantiv und als Verb verwendet, und Fahrer, die ihn hören, wissen sofort, dass etwas im Getriebe schiefgelaufen ist.

Mehr aus Automotive

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.