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Elektrotechnik

CVBS

Abkürzung für Composite Video, Blanking and Sync

CVBS: Analoges Video mit allem auf einer Leitung

CVBS ist ein analoges Videosignal, das Bildinformationen, Synchronisationsimpulse und Austastintervalle vermischt auf einem Koaxialkabel überträgt. Das Signal liegt im Basisband vor, typischerweise 1 Volt Spitze-Spitze, und war von den 1950er Jahren bis in die frühen 2000er Jahre der Standard für Konsumenten- und Broadcastvideo. Ein CVBS-Ausgang findet sich auf älteren Fernsehgeräten, Videorecordern, DVD-Playern und Überwachungskameras als gelbe RCA-Buchse, oft zusammen mit roten und weißen Audiokonnektoren.

Die Signalstruktur teilt jeden Frame in horizontale Zeilen auf. Jede Zeile enthält aktive Videodaten gefolgt von einem Austastintervall. Während der Austastung setzt der Elektronenstrahl in einer Röhre zum Anfang der nächsten Zeile zurück; Synchronisationsimpulse (Sync), die im Signal eingebettet sind, teilen dem Display mit, wann dieser Rücksetzvorgang stattfinden soll. Das Composite-Format hält diese drei Elemente, Video, Austastung und Sync, untrennbar in einer einzigen Wellenform zusammen, was die Verkabelung vereinfacht, aber die Bildqualität im Vergleich zu getrennten Komponentensignalen beeinträchtigt.

Varianten und praktische Einschränkungen

CVBS existiert in regionalen Standards, die sich in Zeilenzahl und Bildwiederholfrequenz unterscheiden. NTSC (Nordamerika, Japan) nutzt 525 Zeilen bei 59,94 Hz; PAL (Europa, Afrika, Asien) nutzt 625 Zeilen bei 50 Hz; SECAM (Frankreich, Teile Afrikas) nutzt ebenfalls 625 Zeilen, aber mit anderer Farbcodierung. Diese Standards sind nicht kompatibel; eine NTSC-Kamera an ein PAL-Display angeschlossen zeigt entweder keine Farbe oder ein verzerrtes Bild. Die Kabellänge spielt eine Rolle: Leitungen über 20 Meter hinaus beeinträchtigen das Signal merklich, und schlechte Abschirmung erlaubt Brummen und HF-Störungen, das Bild als dunkle Linien oder Schnee zu verfälschen.

Der Composite-Ansatz bundelte alles aus Kosten- und Einfachheitsgründen in einer Zeit mit begrenzter Bandbreite und Bauteilanzahl. Die Trennung von Leuchtdichte (Y) und Chrominanz (C) in S-Video oder die Aufteilung in vollständiges Komponentenvideo (separate R, G, B oder Y, Pb, Pr) eliminiert Übersteuerung zwischen Farb- und Helligkeitsinformationen und erzeugt schärfere Bilder. Die meisten modernen Geräte haben CVBS zugunsten digitaler Signale wie HDMI aufgegeben, aber CVBS bleibt in geschlossenen Videokreisen, Legacy-Broadcastketten und Nachrüstinstallationen verbreitet, wo ein Austausch der Verkabelung unpraktisch ist.

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