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Elektrotechnik

GBIC

Akronym für Gigabit Interface Converter, ein Transceiver-Typ.

GBIC: steckbarer Gigabit-Transceiver-Modul

Ein GBIC ist ein auswechselbarer Transceiver-Modul, der elektrische Signale in optische Signale umwandelt und umgekehrt, damit ein Netzwerk-Switch oder Router Daten über Glasfaserkabel mit Gigabit-Geschwindigkeit (1 Gbps) übertragen und empfangen kann. Er wird direkt in einen standardisierten GBIC-Port der Netzwerk-Ausrüstung gesteckt und kann ohne Stromunterbrechung ausgetauscht werden, was ihn zu einem praktischen Werkzeug für Netzwerk-Upgrades und Wartung in Rechenzentren und Telekommunikationsanlagen macht.

Das Modul selbst ist ein kleines rechteckiges Gehäuse, typischerweise etwa 120 mm lang, das eine Laserdiode oder LED-Lichtquelle für die Übertragung und eine Fotodiode für den Empfang enthält. Die genaue Wellenlänge hängt vom Modul-Typ ab: 850 nm für Multimode-Glasfaserstrecken oder 1310 nm und 1550 nm für Singlemode-Fernstrecken. Die Stromaufnahme ist gering, üblicherweise unter 2 Watt, und das Modul verbindet sich mit der Netzwerk-Ausrüstung über einen standardisierten elektrischen Stecker.

GBICs wurden Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre zum Standard-Transceiver-Format für Gigabit-Ethernet-Ports. Sie unterscheiden sich von den später entwickelten SFP-Modulen (Small Form-Factor Pluggable) hauptsächlich durch die Größe: SFPs sind etwa ein Drittel kleiner und wurden zum bevorzugten Standard, als die Ausrüstungen miniaturisiert wurden. Die meisten GBIC-Ports sind in neuer Ausrüstung auslaufen, aber Legacy-Systeme nutzen sie noch weit verbreitet und Ersatz-Module sind weiterhin verfügbar.

Der Vorteil des GBIC-Formats liegt in der Einfachheit und Fehlerdiagnose: Man kann einen fehlerhaften Transceiver-Modul herausziehen und unabhängig testen oder ein bekannt funktionierendes Ersatzmodul einsetzen, um zu prüfen, ob ein Glasfaser-Linkproblem in der Ausrüstung oder in der Optik liegt. Ein beschädigtes Modul kostet Hunderte von Euro; ein beschädigter Port in der Ausrüstung selbst erfordert einen teuren Kartenaustausch. Verschiedene GBICs können auf dem gleichen Switch für unterschiedliche Glasfasertypen und Entfernungen auf verschiedenen Ports gemischt werden, was eine Flexibilität bietet, die reine Ausrüstung nicht leisten kann.

Häufige Ausfallmodi sind Kaltlötstellen um die Laserdiode, Verschmutzung der Glasfaser-Stecker durch Staub oder Fingerabdrücke und Degradation der Laserausgangsleistung im Laufe der Jahre. Die optische Ausgangsleistung und Empfängerempfindlichkeit können über digitale Diagnose-Funktionen in modernen GBICs überwacht werden, was Netzwerk-Betreibern ermöglicht, Ausfälle vorherzusagen, bevor sie zu Störungen führen.

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