toter Streifen
Englisch: dead furrow
Eine Ackerfurche, die etwas breiter als die doppelte Breite der Pflugscharsohle ist und normalerweise am Ende der Feldbearbeitung entsteht.
Toter Furche: der Grrat, der beim Ende der Pflugarbeit entsteht
Eine tote Furche ist der ungepflügte Streifen oder leichte Grrat, der nach dem Pflügen im Feld zurückbleibt. Er entsteht, weil der Pflugführer irgendwo anfangen und aufhören muss, und die letzten Bahnen hinterlassen einen Streifen, der ungefähr doppelt so breit ist wie die Pflugscharsohle und leicht aufgewölbt sowie unbearbeitet. Anders als eine normale Furche erfährt sie keine Umwendung oder Vermischung des Bodens.
Bei einem Druckschraubenpflug mit einer 14 Zoll breiten Sohle (typische Arbeitsbreite) ist die tote Furche üblicherweise 28 bis 32 Zoll breit. Sie markiert die Stelle, wo der Pflug die Richtung wechselte oder wo der Bauer den Pflug am Feldrand hochnahm. In ebenem Gelände erscheint sie als sanfter Grrat; an Hängen kann sich Wasser während Regen entlang von ihr sammeln. Der Boden bleibt verdichtet und unbearbeitet, weil der Pflug dort nie vollständig angriff.
Tote Furchen entstehen an vorhersehbaren Stellen: am häufigsten in der Feldmitte, wenn der Bauer von einer Mittellinie nach außen arbeitete, oder um den Umfang herum, wenn er von innen nach außen arbeitete. Erfahrene Bauer minimieren sie durch sorgfältige Planung. Einige Landwirte nutzen die tote Furche absichtlich als Leitlinie für das nächste Pflügen, weil sie die genaue Grenze der fertiggestellten Arbeit kennzeichnet. Andere sehen darin verschwendeten Boden und planen das Feldlayout so, dass die toten Furchen entlang von Feldrändern oder Zaunlinien liegen.
Bewirtschaftung und Folgen
Die tote Furche kann bei der Reihenkulturbewirtschaftung zum Problem werden, weil sie ein Hindernis für spätere Bearbeitungs- und Erntetechnik schafft. Viele Bauer pflügen sie absichtlich bei einem nächsten Durchgang um oder nutzen sie als Wasserweg oder Markierung. In manchen Gegenden nehmen Landwirte die tote Furche einfach hin und rechnen sie in ihre Reihenabstände ein. Der Begriff selbst kommt daher, dass die Furche tot oder untätig ist, weil der Pflug dort seine Arbeit nicht beendete.
Auf modernen Betrieben mit GPS-Steuerung sind tote Furchen weniger ausgeprägt, weil die Bauer präzisere parallele Bahnen einhalten und das Feldlayout planen können, um ungepflügte Flächen zu minimieren. Bei kleineren oder unregelmäßig geformten Feldern sind sie jedoch weiterhin verbreitet und sichtbar.