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Industrieelektronik

Disable

Englisch: disable

Deaktivieren, inoperativ machen (besonders eine Funktion eines elektronischen oder mechanischen Geräts).

deaktivieren: Stromversorgung unterbrechen oder Funktion sicher sperren

Eine Maschine oder Funktion zu deaktivieren bedeutet, ihre Betriebsfähigkeit zu nehmen, entweder durch Abschalten der elektrischen Stromversorgung, mechanisches Blockieren von Bewegungen oder Deaktivierung der Steuerlogik. In der Industrie ist Deaktivierung fast immer eine bewusste Sicherheitsmaßnahme, kein zufälliger Fehler. Man deaktiviert eine Maschine vor Wartungsarbeiten oder eine gefährliche Funktion, wenn sie ein Risiko darstellt.

Deaktivierung unterscheidet sich vom Stoppen oder Pausieren. Eine angehaltene Maschine kann auf Befehl wieder starten; eine deaktivierte kann nicht betrieben werden, bis die Deaktivierung rückgängig gemacht wird. Häufige Methoden sind das Öffnen eines Trennschalters, das Stromlos-Schalten eines Magnetventils, das Aktivieren einer mechanischen Bremse oder das Setzen eines Software-Bits, das den Betrieb blockiert. Manche Systeme nutzen verriegelte Schutzvorrichtungen, die Bewegungen automatisch deaktivieren, wenn eine Tür geöffnet wird. Andere verlassen sich auf Steuerlogik, um Ausgänge basierend auf Sensoreingaben oder Bedienervorgabe zu deaktivieren.

Deaktivierung versus Fehlererkennung

Absichtliche Deaktivierung schützt Mitarbeiter und Ausrüstung während Einrichtung, Fehlerbehebung oder Wartung. Unbeabsichtigte Deaktivierung signalisiert dagegen einen Fehler. Ein Relais, das nicht anspricht, wenn es befohlen wird, sieht aus wie eine deaktivierte Ausgabe, ist aber eigentlich defekt. Diagnosen müssen zwischen befohlener Deaktivierung und Nichtansprache unterscheiden. Viele Industriesysteme protokollieren Deaktivierungsereignisse aus diesem Grund separat von Fehlern.

In speicherprogrammierten Steuerungen und verteilten Leitsystemen ist Deaktivierung normalerweise eine Softwareoperation: Ein Funktionsblock setzt eine Ausgabe unabhängig von Eingangssignalen in einen inaktiven Zustand. Bei verdrahteter Logik erfüllt ein Öffnerkontakt in Reihe mit der Last die gleiche Funktion. Sicherheitsnormen wie ISO 13849 schreiben vor, dass Deaktivierungspfade selbst überwacht werden müssen, um zu erkennen, ob der Deaktivierungsmechanismus ausfällt.

Der Begriff wird auch für die Deaktivierung von Funktionen oder Kanälen innerhalb eines komplexen Geräts verwendet. Ein Netzteil könnte einen von vier Ausgängen als Reaktion auf Überstrom deaktivieren. Ein Datenerfassungssystem könnte einen Sensoreingang deaktivieren, nachdem die Kalibrierung fehlgeschlagen ist. Diese granulare Deaktivierung ermöglicht es einem teilweise degradierten System, mit reduzierter Kapazität weiterzubetrieben, anstatt vollständig auszufallen.

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