Dook
Englisch: dook
Ein Streckengang oder Weg, der dem Einfallen der Schichten folgt.
Dook: ein geneigter unterirdischer Gang, der Gesteinsschichten folgt
Ein Dook ist ein horizontaler oder sanft geneigter Grubenbau, der unterirdisch entlang des natürlichen Fallen von Kohleflözen oder mineralhaltigen Schichten aufgefahren wird. Anstatt die Gesteinsschichten schräg zu durchqueren, verläuft ein Dook parallel zum Fallen und ermöglicht es den Bergleuten, einem Kohleflöz in die Tiefe zu folgen. Dieses Verfahren unterscheidet sich vom senkrechten Abteufen eines Schachts oder vom Auffahren einer Sohle (die ungefähr horizontal verläuft) und bietet praktische Vorteile in Zechen, wo Flöze in moderaten Winkeln fallen.
Der Dook wird häufig in britischen Steinkohlegruben verwendet, besonders wo Flöze um 15 bis 45 Grad fallen. Durch das Folgen der Schichten ersparen sich die Bergleute das Durchbrechen dicker Gesteinslagen neben der Kohle; ein Grubenbau, der schräg zum Fallen verläuft, würde zunehmend mehr Taubes durchschneiden. Dies spart Arbeitskraft und Holzausbau. Ein Dook ist breit genug für beladene Förderwagen, üblicherweise 2,5 bis 3 Meter in der Abbausohle, und Bewetterungsrohre oder Wassergräben verlaufen häufig daneben.
Wenn die Kohle tiefer fällt, unterstützt die Schwerkraft die beladene Fahrt nach außen, sodass Wagen an Seilen hinabgelassen oder durch Schwerkraft auf sanften Gefällen befördert werden können. Leere Wagen fahren leichter zurück, und bei steileren Dooks kann ein System von Seilen und Flaschenzügen eingerichtet werden. Entwässerung ist entscheidend: Wasser fließt natürlicherweise entlang eines fallenden Flözes und muss kontrolliert werden, damit der Grubenbau befahrbar bleibt. Ein Dook, der einem gleichmäßig fallenden Flöz folgt, bleibt lange genug in Kohle, um wirtschaftlichen Abbau zu ermöglichen, wohingegen tiefere Gruben mehrere Dooks auf verschiedenen Sohlen benötigen können, um ein und dasselbe Flöz abzubauen, während es in die Tiefe fällt.
Der Ausdruck spiegelt praktische Geologie und Bergbautradition in Wales und Nordengland wider. Ein Dook leitet seinen Namen vom niederländischen und niedergermanischen Wort für einen Gang oder Tunnel ab und gelangte durch Kontakt mit flämischen und deutschen Bergleuten in die englische Bergbausprache. Er bleibt Standardvokabular in historischen Grubenunterlagen und erhaltenen Dokumentationen, obwohl die Technik inzwischen weitgehend historisch ist, da tiefe Gruben geschlossen haben.
Dooks unterscheiden sich von Gate Roads (die zu Grubenbaugängen führen) und von Schächten oder Böschungen (die steiler sind und oft maschinell betrieben werden). Bei der Kartierung der Flözmächtigkeit und Grubenplanung bestimmten die Lage und das Gefälle eines Dooks, wie weit Kohle abgebaut werden konnte, bevor das Flöz zu tief oder zu dünn für rentablen Abbau wurde, sodass die Platzierung des Dooks eine Schlüsselentscheidung in der Grubenplanung war.