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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Fördermaschine

Englisch: draught engine

Eine Maschine zum Pumpen, Heben schwerer Lasten oder ähnlichen Arbeiten.

Zugmaschine: stationäre Kraftmaschine zum Heben und Pumpen

Eine Zugmaschine ist eine große stationäre Dampfmaschine, die entwickelt wurde, um dauerhafte mechanische Leistung für Anwendungen bereitzustellen, die schweres Heben, Pumpen oder kontinuierliche Lastarbeit erfordern. Anders als Motoren, die für Geschwindigkeit oder Transport gebaut wurden, priorisieren Zugmaschinen gleichmäßige Drehmomentabgabe und Zuverlässigkeit gegenüber schneller Beschleunigung. Sie wurden häufig in Bergwerken, Steinbrüchen, Gießereien, Wasserwerken und Industrieanlagen im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert installiert.

Diese Maschinen verfügten typischerweise über einen einzelnen senkrechten oder waagerechten Zylinder mit großem Hub und gaben die Leistung über ein Schwungrad an einen Seil-, Riemen- oder Zahnradantrieb ab. Eine Zugmaschine konnte je nach Zylinderdurchmesser und Dampfdruck 10 bis 100 PS liefern. Der Name spiegelt die Rolle der Maschine wider: Sie wurde eingesetzt, um die schwere Zugarbeit zu verrichten, die die Industrie vor der Verbreitung von Elektromotoren definierte. Förderanlagen in Bergwerken etwa verließen sich vollständig auf Zugmaschinen, um Kohlewagen aus der Tiefe hochzuziehen.

Varianten und Anwendung

Verbund-Zugmaschinen mit zwei oder mehr hintereinander geschalteten Zylindern wurden üblich, als die Kesseldrücke stiegen; sie nutzten jedes Pfund Dampf effizienter aus. Transportable Ausführungen auf robusten Fahrgestellen konnten zwischen Baustellen verlegt werden, blieben aber erheblich schwerer als tragbare Dreschmaschinen-Motoren. Fest installierte Maschinen standen häufig in eigenen Maschinenräumen neben Schachteingang oder Werkseinfahrt.

Zugmaschinen erforderten ständige Beaufsichtigung. Betreiber mussten den Dampfdruck überwachen, Brennstoff in den Kessel geben, bewegliche Teile ölen und die Lastbremse bedienen, um gefährliche Übergeschwindigkeit zu verhindern, wenn die Last plötzlich abfiel. Ein gerissenes Seil oder ein Lagerschaden konnte zu schweren Verletzungen oder Sachschäden führen. Nach 1920 wurden Elektromotoren billiger und sauberer zu betreiben; Zugmaschinen verschwanden daher allmählich aus der Industrie, obwohl einige Exemplare in Sammlungen und Museen erhalten geblieben sind.

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