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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Kabelarmierung

Englisch: belted cable

Dreiphasen-Stromkabel, dessen Adern gebündelt und mit ölimprägniertem Isolierpapier isoliert sind.

Bandenkabel: Dreiphasenstrom in umwickelter Papierpanzerung

Ein Bandenkabel ist ein Dreiphasen-Starkstromkabel, bei dem die drei stromleitenden Adern dicht beieinander angeordnet und in Schichten von ölgetränktem Isolierpapier umwickelt werden, dann mit einer Blei- oder Aluminiumhülle ummantelt sind. Das "Band" ist die Papierumwicklung selbst, die sowohl elektrische Isolation als auch mechanischen Schutz bietet. Diese Konstruktion war Standard in der industriellen Stromverteilung von Mitte des 20. Jahrhunderts bis in die 1980er Jahre, besonders für Kabel mit Nennspannungen von 5 kV bis 35 kV.

Die drei Adern liegen in einer dreieckigen oder flachen Anordnung im Kabelkern. Um sie herum wickelt sich das ölgetränkte Papierband, üblicherweise 0,5 bis 2 mm dick je nach Spannungsklasse. Das Papier fungiert als primäres Isoliermedium, das Öl hält es flexibel und verbessert die Durchschlagfestigkeit. Eine äußere Metallhülle (meist Blei) umhüllt alles und bietet mechanischen sowie Umweltschutz. Die gesamte Anordnung wird dann durch eine Außenhülle aus PVC oder ähnlichem Material geschützt.

Die Bandenkonstruktion unterscheidet sich grundlegend vom Schirmdrahtzierkabel, bei dem jede Ader ihre eigene Papierumwicklung hat und die Gruppe in einem Kupferband-Schirm sitzt. Bandenkabel sind günstiger herzustellen und waren einfacher zu verlegen, können aber nicht so leicht parallel zu sich selbst oder anderen Kabeln verlegt werden, da die fehlende Einzelabschirmung sie empfindlich für induktive Kopplung und Übersprechen über längere Strecken macht. Sie bauen auch schneller ab, wenn Feuchtigkeit in die Außenhülle eindringt.

Rückgang und moderne Praxis

Bandenkabel werden heute in Nordamerika und Europa für Neuanlagen kaum noch vorgesehen. XLPE-Isolation (vernetzte Polyethylene), in den 1960er Jahren eingeführt und durch die 1980er Jahre perfektioniert, bietet bessere Feuchtebeständigkeit, höhere Betriebstemperaturen und einfachere Endverzweigungen. Die meisten Versorgungsunternehmen und Industriebetriebe haben Bandenkabel zugunsten von einadriger XLPE oder EPR-Kabel abgelöst. Allerdings bleiben viele vor Jahrzehnten verlegte Bandenkabel in Betrieb, und Techniker stoßen bei Instandhaltung, Sanierung und Fehlersuche in älteren Anlagen noch immer auf sie.

Der Name "Bandenkabel" beschreibt die charakteristische Wickeltechnik: Das Isolierpapier wird buchstäblich als Band um die gebündelten Adern gewickelt. Die Ölgetränkung war wesentlich, da trockenes Papier unter thermischen Wechselbeanspruchungen und Vibration rissen würde. Diese Begrifflichkeit bleibt in Fachkreisen und Elektrotechnik bestehen, obwohl die Technologie selbst in der entwickelten Welt aussterbend ist. Die korrekte Erkennung von Bandenkabel vor Ort ist wichtig, weil sich ihre Endverzweigung, Prüfung und thermische Eigenschaften deutlich von modernen Kabelausführungen unterscheiden.

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