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Kfz-Technik

DRL

Abkürzung für Tagfahrlicht, Scheinwerfer, die nicht ausgeschaltet werden können und die Sichtbarkeit von Autos tagsüber erhöhen sollen.

DRL: Lichter, die laufen, solange der Motor läuft

Tagfahrlichter (DRL) sind nach vorne gerichtete Leuchten, die automatisch aktiviert werden, sobald der Motor startet und die Zündung in der Stellung Fahren steht, unabhängig davon, ob der Fahrer die Scheinwerfer eingeschaltet hat. Sie arbeiten mit reduzierter Helligkeit, typischerweise 30 bis 50 Prozent der vollständigen Scheinwerferhelligkeit, verbrauchen weniger Strom und gewährleisten trotzdem gute Sichtbarkeit bei Tageslicht. Im Gegensatz zu Scheinwerfern können Tagfahrlichter vom Fahrer nicht ausgeschaltet werden, ohne den Motor abzustellen.

Die meisten Kfz-Tagfahrlichter verwenden entweder Halogenlampen oder Leuchtdioden (LED). LED-Tagfahrlichter sind seit Mitte der 2010er Jahre Standard bei neuen Fahrzeugen, weil sie 3 bis 5 Watt pro Leuchte verbrauchen gegenüber 10 bis 20 Watt bei Halogenäquivalenten, weniger Wärmeerzeugung verursachen und deutlich langlebiger sind. Einige Hersteller integrieren Tagfahrlichter als separaten Stromkreis in der Scheinwerfereinheit; andere nutzen den Abblendlichtfaden bei reduzierter Spannung oder ein separates LED-Array.

Die Hauptfunktion ist die Vermeidung von Kollisionen. Studien zeigen, dass Tagfahrlichter Mehrfahrzeug-Unfälle bei Tageslicht um 6 bis 10 Prozent reduzieren, besonders bei bewölktem Himmel und in der Dämmerung, wenn die Sichtbarkeit von Fahrzeugen sinkt. Da etwa ein Drittel der schweren Unfälle tagsüber passiert, haben Behörden in der Europäischen Union, Kanada und anderen Ländern seit den frühen 2000er Jahren Tagfahrlichter für alle neuen Personenkraftfahrzeuge vorgeschrieben.

Betriebsverhalten und Fahrerinteraktion

DRL-Stromkreise enthalten einen Lichtsensor oder sind dafür ausgelegt, nur bei Umgebungslicht unterhalb eines bestimmten Schwellenwerts zu aktivieren. Die Leuchten schalten automatisch aus, wenn der Fahrer das Abblendlicht einschaltet, oder sie können bei reduzierter Helligkeit weiter leuchten, während die Scheinwerfer aktiv sind. Bei einigen Fahrzeugen können Parklichter oder Nebelleuchten unabhängig vom DRL-Stromkreis arbeiten. Das Verhalten unterscheidet sich je nach Hersteller; einige Systeme ermöglichen eine teilweise Deaktivierung über Fahrzeugmenüs, doch die Möglichkeit, die Lichter ganz auszuschalten, steht dem Benutzer normalerweise nicht zur Verfügung.

Die Fehlersuche bei DRL-Ausfällen erfordert das Durchverfolgen des Stromkreises von der Zündschaltung über den Lichtsensor (falls vorhanden), das DRL-Modul oder Relais bis zur Leuchte selbst. Lampendefekte sind das häufigste Problem; LED-Array-Ausfälle treten seltener auf, sind aber teurer zu reparieren, weil normalerweise die gesamte Scheinwerfereinheit und nicht nur eine einzelne Lampe ausgetauscht werden muss. Konsultieren Sie das Servicebuch des Fahrzeugs für die richtige Diagnoseabfolge, da sich das DRL-Verhalten und die Stromkreisarchitektur zwischen den Herstellern erheblich unterscheiden.

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