Dudley
Behälter eines Bergarbeiters zum Mitführen von Trinkwasser.
Dudley: die Wasserflasche des Bergmanns, gebaut um zu halten.
Ein Dudley ist ein zylindrischer Metallbehälter, üblicherweise aus Weißblech oder verzinktem Stahl gefertigt, der dazu bestimmt ist, Trinkwasser im Untertagebau zu lagern. Er hängt an einem Seil oder einer Kette und begleitet den Bergmann durch die gesamte Schicht, wobei er als primäres Gefäß zur Flüssigkeitszufuhr in Umgebungen dient, wo Süßwasser nicht ohne Weiteres verfügbar ist. Der Behälter ist robust genug, um die raue Handhabung, Feuchtigkeit und gelegentliche Schläge standzuhalten, die im Bergbau auftreten.
Traditionelle Dudleys fassen zwischen 1 und 2 Litern Wasser und verfügen über einen einfachen Schraubverschluss oder Korkstopfen oben. Die zylindrische Form sitzt bequem am Körper eines Bergmanns, wenn sie von der Schulter oder dem Gürtel hängt, und die Metallkonstruktion mit leichtem Verjüngung zur Basis macht sie widerstandsfähig gegen Dellen, wenn sie in enge Räume gedrückt oder gegen Gestein gestoßen wird. Einige Ausführungen haben eine Trinköffnung oder Lippe, um Verschüttung in engen Stollen zu verhindern.
Regionale und historische Verwendung
Der Begriff Dudley ist hauptsächlich mit britischen und europäischen Bergbautraditionen verbunden, besonders in Gegenden wie den Midlands, South Wales und dem Ruhrgebiet. Der Name selbst hat eine unsichere Herkunft, könnte aber aus der Region Dudley in der Black Country stammen, einem Zentrum der Metallverarbeitung und des Bergbaus. Der Behälter wurde in bestimmten Bergbauregionen so standardisiert, dass Generationen von Bergmännern ihre Wassergefäße mit diesem einen Wort kannten.
In der Praxis füllte ein Bergmann den Dudley üblicherweise an der Schachtanlage, bevor er einfuhr, und Wassersparen wurde zur Gewohnheitssache und Disziplin, besonders in tieferen, heißeren Stollen, wo Dehydration eine echte Gefahr war. Die Einfachheit des Designs bedeutete, dass wenig kaputtgehen oder gewartet werden musste; die Hauptbeschwerde war Undichtigkeit von einem beschädigten Deckel, den Bergmänner durch Umwicklung mit Stoff oder Pech abdichteten.
Der moderne Bergbau hat den Dudley weitgehend durch Kunststoff- oder Verbundwassergefäße und Hydrationssysteme ersetzt, aber der Begriff überdauert in älteren Bergbaugemeinden und an Kulturstätten. Das Verständnis des Dudley ist wichtig für jeden, der sich mit Bergbaugeschichte befasst oder Berichte von Bergmännern liest, da Bezüge wie "seinen Dudley hinunternehmen" oder "den Dudley teilen" regelmäßig in mündlichen Überlieferungen und Bergbauliteratur aus dem 19. und 20. Jahrhundert auftauchen.