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Sanitär und Rohrleitungsbau

DWV

Abkürzung für drain-waste-vent, also Entwässerungs-, Abwasser- und Lüftungssystem

DWV: die Rohre, die das fortleiten, was Toiletten, Waschbecken und Duschen ausstoßen

DWV steht für Drain-Waste-Vent, also das Rohrsystem in einem Gebäude, das Abwasser und Schmutzwasser zur kommunalen Kanalisation oder Klärgrube befördert und Kloakengase sicher über das Dach ablüftet. Es unterscheidet sich von den Zuleitungen, die Frischwasser hereinbringen. Ein typisches Wohnhaus hat etwa 50 bis 100 Fuß DWV-Rohrleitungen, viel davon versteckt hinter Wänden und unter Fußböden.

DWV-Rohre haben einen größeren Durchmesser als Zuleitungen, typischerweise 1,5 bis 4 Zoll, weil sie flüssige und feste Ausscheidungen mit relativ niedriger Geschwindigkeit ohne Verstopfung transportieren müssen. Sie verlaufen mit sanftem Gefälle abwärts, normalerweise ein Achtel Zoll pro Fuß, sodass Wasser allein durch die Schwerkraft fließt, ohne sich zu stauen. Die meisten DWV-Systeme bestehen aus PVC, ABS oder Gusseisen, die alle gegen Korrosion durch Schmutzwasser und die Schwefelwasserstoffgase widerstehen, die in Abläufen entstehen.

Die drei Teile eines DWV-Systems arbeiten zusammen.

Abwasserleitungen transportieren Abwasser von Einrichtungen wie Duschen und Waschbecken. Schmutzwasserleitungen transportieren Kloakenwasser von Toiletten und sind größer, um Feststoffe zu bewältigen. Ablüftungsleitungen oder Steigrohre laufen vertikal durch das Gebäude und münden über das Dach aus; sie lassen Luft ins System, damit Abläufe frei fließen, und ermöglichen Kloakengasen zu entweichen, anstatt die Rohre zu überdrucken oder ein Vakuum zu erzeugen, das die Entwässerung verlangsamen würde.

Probleme in einem DWV-System entstehen normalerweise durch Verstopfungen oder blockierte Lüftungen. Ein langsam ablaufendes Waschbecken, verstopfte Toilette oder unangenehmer Geruch deuten oft auf Schmutz- oder Fettansammlungen im Ablauf hin. Wenn mehrere Einrichtungen gleichzeitig langsam ablaufen, liegt das Problem normalerweise weiter unten, in der Nähe der Hauptleitung oder dort, wo sie das Gebäude verlässt. Eine Lüftung, die durch Eis, Nester oder Verschmutzung blockiert ist, führt dazu, dass Wasser aus allen Einrichtungen in diesem Strang langsam ablauft.

DWV-Installationsnormen sind streng und unterscheiden sich je nach Jurisdiktion. Sie legen den Rohrdurchmesser für jede Einrichtung, Gefälleanforderungen, Abstände und Größen von Lüftsteigrohren, Siphonverschlüsse (die Wassersperren, die verhindern, dass Kloakengase ins Gebäude eindringen) und Abstände zu Trinkwasserleitungen fest. Diese Regeln bestehen, um Kreuzkontamination und Rückflussvergiftung zu vermeiden. Ein Inspekteur prüft DWV-Arbeiten, bevor Wände geschlossen werden.

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