DWM
Abkürzung für down woody material, liegendes Holzmaterial in Wäldern.
DWM: Liegendes Holz auf dem Waldboden
Liegendes Holz bezieht sich auf Baumstämme, Äste und anderes Holzdetritus, das nach natürlichem Umfall, Sturmschäden oder Fällarbeiten auf dem Waldboden liegt. Es umfasst Stämme aller Größen, von daumendicken Ästen bis zu vollständigen Baumstämmen, und existiert in verschiedenen Verwesungsstadien von frischem Holz bis zur fortgeschrittenen Zersetzung. Liegendes Holz wird in Tonnen pro Hektar oder Kubikmetern pro Hektar gemessen und spielt eine direkte Rolle für die Waldgesundheit, das Brandrisiko und Holzwirtschaftsbetriebe.
Förster und Flächenbewirtschafter klassifizieren liegendes Holz nach Durchmesser und Zersetzungsgrad. Gesundes Holz behält seine Festigkeit und kann zur Holzgewinnung oder zum Zerspanen für Biokraftstoff gewonnen werden. Teilweise vermorschtes Holz, das sich weich anfühlt aber noch Steifigkeit hat, stellt während der Ernte eine Gefahr dar, da es unter Maschinengewicht unerwartet zusammenbrechen kann. Stark vermorschtes Material zerfällt und trägt hauptsächlich zum Bodenkohlenstoff und zum Nährstoffkreislauf bei, nicht zur wirtschaftlichen Gewinnung.
Ansammlung, Gefahren und Bewirtschaftung
Liegendes Holz sammelt sich natürlicherweise in Urwäldern an, wo gefallene Bäume jahrzehntelang persistieren können. In bewirtschafteten Beständen entsteht es nach Durchforstung, Sturmereignissen oder Krankheitsausbrüchen. Übermäßiges liegendes Holz erhöht die Brennstoffmenge und die Waldbrandintensität, besonders wenn Teile mit kleinem und mittlerem Durchmesser austrocknen. Umgekehrt unterstützt mäßiges liegendes Holz Wildlebensräume, stabilisiert Böden und unterstützt die Wasserinfiltration in ariden Regionen.
Erntearbeiten müssen liegendes Holz sorgfältig bewirtschaften. Dichte Detritusmassen verhindern die Verjüngung und können Rückemaschinen verwickeln oder Fällmaschinen beschädigen. Hackschnitzel und Zermalmungsmaschinen können liegendes Holz in Biomassefutter für Energieerzeugung oder Spanplattenherstellung verarbeiten und so Wert hinzufügen, wo Transportdistanz und Marktpreis es zulassen. In sensiblen Ökosystemen wird etwas liegendes Holz bewusst belassen, um die ökologische Funktion zu erhalten, statt es zur Brandreduktion zu entfernen.
Der Begriff liegendes Holz ersetzte ältere Feldausdrücke wie Schlagabraum (ein breiterer Begriff, der Baumkronen und Äste einbezieht) und Totholz (das Kohlenstoffspeicherung und Zersetzungsraten betont). Liegendes Holz ist nun Standard in Waldinventurprotokollen, Brandplanung und Habitatbewertungen in ganz Nordamerika und zunehmend in der europäischen Forstwirtschaft.