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Maschinenbau

elliptische Blattfeder

Englisch: elliptic spring

Gekrümmte Blattfeder verschiedener Bauformen.

Elliptische Feder: ein gekrümmtes Blatt, das sich in beide Richtungen biegt

Eine elliptische Feder ist eine zusammengesetzte Blattfeder aus zwei gekrümmten Stahlblechen oder Federn, die übereinander gestapelt sind und jeweils wie ein Segment einer Ellipse geformt sind. Die beiden Blätter werden in der Mitte normalerweise verschraubt und arbeiten als Paar, wobei sich das eine Blatt unter Last nach oben und das andere nach unten biegt. Diese symmetrische Anordnung ermöglicht es der Feder, gleichmäßiger zu komprimieren und auszufedern als eine einfache Kragarmfeder, verteilt die Spannungen gleichmäßiger auf beide Blätter und bietet eine progressive Federkennlinie.

Der Begriff "elliptisch" bezieht sich auf das gekrümmte Profil jedes Blattes, nicht auf die Gesamtform. Im unbelasteten Zustand folgt jedes Blatt grob einem Viertelellipsen-Bogen. Unter vertikaler Last biegen sich die Blätter stärker in die vertikale Richtung, dann federn sie zurück. Diese Geometrie ist der Grund, warum elliptische Federn in Fahrzeugaufhängungen, Achsaufhängungen und in der Industriemaschine eingebaut werden, wo kontrollierte Durchbiegung und Energieaufnahme erforderlich sind. Die Federn werden in der Regel aus mittleren bis hochfesten Kohlenstoffstählen oder Legierungsstählen hergestellt und wärmbehandelt, um wiederholte Biegungen zu ertragen.

Häufige Varianten sind die vollelliptische Feder mit zwei vollständigen gekrümmten Blättern, die Rücken an Rücken angeordnet sind, und die halbelliptische oder Halb-Elliptische Feder, bei der ein einzelnes Blatt an einem Ende verankert und am anderen Ende frei ist. Der vollelliptische Typ war bei Pferdefuhrwerken und frühen Kraftfahrzeugaufhängungen Standard, da er Stöße und Karosserieneigungen gleichermaßen effizient bewältigt. Halbelliptische Federn sind leichter und billiger und daher weit verbreitet in leichteren Fahrzeugen und Maschinen.

Leistung und Ausfälle in der Praxis

Elliptische Federn durchbiegen unter normalen Fahrzeuglasten in der Regel um 50 bis 200 Millimeter, abhängig von Blattdicke, Spannweite und der Anzahl der gestapelten Blätter. Ermüdungsrisse entstehen normalerweise an der Mittelverschraubung oder an Spannungskonzentrationen, wo die Blätter aufeinandertreffen. Korrosion und Verlust der Verschraubungsspannung sind die häufigsten Feldausfälle. Der Verschleiß zwischen den Blättern erzeugt Geräusche und reduziert die effektive Steifheit im Laufe der Zeit.

Die Bauform verlor ab den 1980er Jahren in der Fahrzeugaufhängung an Bedeutung, als Hersteller Schraubenfedern kombiniert mit Dämpfern einführten, die bessere Entkopplung und Abstimmung bieten. Elliptische Federn werden jedoch weiterhin in landwirtschaftlichen Maschinen, Anhängern und leichten Nutzfahrzeugen verwendet, wo Einfachheit, Langlebigkeit und niedrige Kosten wichtiger sind als optimale Fahrqualität. Sie sind auch in Präzisionsmaschinen zu finden, wo eine vorhersagbare Federkennlinie und geringe Hysterese geschätzt werden.

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