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Arbeitssicherheit

Feuermeldeanlage

Englisch: firebell

Eine Alarmglocke, die im Fall eines Feuers betätigt wird.

Feuermeldeglockke: die mechanische Stimme, die eine Fabrik vor Gefahr weckt

Eine Feuermeldeglockke ist eine elektrisch oder mechanisch angetriebene Glocke, die ein charakteristisches Alarmmuster von sich gibt, um Arbeiter vor Feuerausbruch oder Evakuierungsbefehl zu warnen. Anders als moderne elektronische Signalgeber nutzt die Feuermeldeglockke einen motorgetriebenen Klöppel oder Hammer, der mit ausreichend Kraft und Wiederholfrequenz auf eine schwere Bronze- oder Stahlglocke schlägt, um Fabrikslärm zu durchdringen und die entferntesten Ecken einer Anlage zu erreichen. Die gebräuchlichste industrielle Feuermeldeglockke arbeitet mit 80 bis 85 Dezibel und schlägt etwa 10 bis 15 Mal pro Sekunde, wobei ein durchgehendes Läuten entsteht, das unverwechselbar und schwer zu ignorieren ist.

Feuermeldeglockken gibt es in verschiedenen Größen für unterschiedliche Flächenabdeckungen. Eine Standard-Glockke von 6 Zoll ist für kleine Werkstätten oder Bürotrakte ausreichend; größere Anlagen verwenden 8-Zoll- oder 10-Zoll-Glockken, die auf dem Dach oder an oberen Wänden montiert sind, um den Schall nach unten und nach außen zu projizieren. Die Stromversorgung erfolgt typischerweise über 24 Volt Gleichstrom oder 110 Volt Wechselstrom, angeschlossen an eine Brandmeldezentrale oder Handmeldeanlage. Wenn der Stromkreis geschlossen wird, sei es durch automatischen Wärmemelder, Rauchmelder oder manuelles Eingreifen, fließt Strom zum Elektromagnet oder Motor der Glockke und der Alarm ertönt.

Wartung und häufige Ausfälle

Feuermeldeglockken erfordern regelmäßige Kontrolle, da mechanischer Verschleiß und Korrosion unvermeidlich sind. Der Schlagmechanismus kann festrosten oder reißen, wodurch die Glockke bei Bedarf stumm bleibt. Der Glockkenklöppel oder Hammer muss ausreichend Spielraum haben; Lackaufbau oder Verschmutzung können seinen Schlag dämpfen. Elektrische Kontakte korrodieren oder lockern sich, und die Motorbürsten verschleißen. Ein Funktionstest im Abstand von etwa drei Monaten mit manuellem Auslösen der Glockke stellt sicher, dass sie tönt; eine stumme Feuermeldeglockke ist schlimmer als keine, weil sie falsche Sicherheit schafft. Das Glockkengehäuse sollte nach lokalen Brandschutzvorgaben gelb oder orange angestrichen werden.

Die Feuermeldeglockke ist fast immer mit anderen Alarmverfahren kombiniert: Blitzlichter, elektronische Hornsignale und Sprachalarm-Systeme in modernen Anlagen. Allerdings bleibt die mechanische Glockke wertvoll in sehr lauten Umgebungen wie Metallbearbeitungswerkstätten, Webereien oder Gießereien, wo elektronische Alarme übertönt oder ignoriert werden können. Ihre Einfachheit ist auch bei Anlagen mit unsicherer Stromversorgung ein Vorteil; eine batteriegepufferte 24-Volt-Elektromagnet-Feuermeldeglockke funktioniert, wenn andere stromabhängige Systeme ausfallen.

Der Begriff 'Feuermeldeglockke' ist alt und wörtlich gemeint: es ist schlicht eine Glockke, die beim Brand ertönt. Verwechslungen entstehen manchmal mit Feuergangs, die ähnlich sind, aber typischerweise größer sind und durch manuelles Seil oder Hebel statt durch Motor betätigt werden. In behördlichen Dokumenten kann die Feuermeldeglockke als 'Feueralarmglockke' oder 'Feuergang' bezeichnet werden, und die Vorschriften unterscheiden sich je nach Gerichtsbarkeit, ob automatische elektrische Glockken vorhanden sein müssen oder ob manuelle Systeme ausreichen.

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