Entnahmestelle
Englisch: filling site
Ein ausgewiesener Ort, an dem ein Feuerwehrmann Wasser aus einer natürlichen Quelle wie einem See oder Fluss entnehmen oder pumpen kann.
Füllstelle: wo Feuerwehrleute schnell Wasserquellen anzapfen
Eine Füllstelle ist ein vorbereiteter Zugangspunkt, an dem Feuerwehrfahrzeuge während Wald- oder Gebäudebrandeinsätze Wasser aus einer natürlichen Quelle entnehmen können, typischerweise aus einem See, Fluss, Weiher oder Bach. Sie stellt die Verbindung zwischen dem Gewässer und der Pumpenausrüstung eines Löschfahrzeugs dar und ermöglicht es den Einsatzkräften, Versorgungsleitungen ohne Verzögerung aufzubauen, wenn Hydranten nicht verfügbar oder erschöpft sind.
Die physische Ausgestaltung hängt vom Gelände und dem Gewässertyp ab. Eine Füllstelle kann nichts weiter als ein freigeräumtes Ufer sein, an dem ein Sauggerät positioniert und ein Saugschlauch ins Wasser gelassen wird; oder sie kann auch konstruktive Elemente umfassen wie eine befestigte Standfläche für das Fahrzeug, einen verstärkten Einstiegspunkt zur Verhinderung von Böschungsrutschen oder einen tragbaren Steg bzw. Ponton, um die Schlauchaufnahme über Schlamm und Sedimenten zu halten. Einige Stellen verwenden am Saugeingang einen tragbaren Saugkorb oder ein Filtersieb, um zu verhindern, dass Verschmutzungen die Pumpe verstopfen.
Lage und Vorbereitung
Füllstellen werden in gefährdeten Gebieten vor der Waldbrandsaison erkannt und manchmal auch offiziell gekennzeichnet, besonders in Regionen ohne Trinkwassernetz. Feuerwehrteams können zugängliche Gewässer entlang von Straßen und Wegen vorauskundschaften. Die Stelle muss das Gewicht und die Stellfläche eines Löschfahrzeugs oder Wassertankfahrzeugs tragen können, es der Ausrüstung erlauben, die Pumpe in der Nähe des Wassers zu positionieren, und eine sichere Schlauchabreitung ermöglichen. Weiches Ufer, Gezeitenzonen oder flaches Wasser, das saisonal austrocknet, können eine Stelle unzuverlässig machen.
Ein ständiges Problem ist das Schlammziehen, das auftritt, wenn der Saugschlauch Schlamm, Sand oder Feinstoff vom Boden oder Ufer ansaugt und dadurch Pumpenlaufräder beschädigt und Düsen flussabwärts verstopft werden. Betreiber müssen den Saugschlauch über dem Boden positionieren, ihn wenn möglich nach oben gewinkelt halten und Absetzzeit einplanen. Dichter Wasserpflanzenbewuchs oder Eisdecke können Stellen zeitweilig unbrauchbar machen.
Der Ausdruck reflektiert die praktische Terminologie bei Feuerwehren: eine Füllstelle ist dort, wo das Fahrzeug auffüllt, unterschieden vom Hydranten (ein fester städtischer Punkt) und von einer Wasserquelle (beliebiges Gewässer) oder statischem Vorrat (gespeichertes Wasser in Tanks). Beim gegenseitigen Hilfeleisten und bei Waldbrandbekämpfung können zuverlässige Füllstellen in einem Einsatzgebiet das operative Tempo unmittelbar beeinflussen und die Fahrzeit der Fahrzeuge bei längeren Operationen verkürzen.