Flottung
Englisch: float
Ein Schussfaden, der über zwei oder mehrere Kettfäden verläuft (oder seltener Kette über Schuss).
Float: Schussfaden, der mehrere Kettfäden überbrückt
Ein Float ist eine Fadenlänge, normalerweise Schuss, der auf der Stoffoberfläche liegt, indem er über zwei oder mehr Kettfäden hinweggeht, ohne sie zu verflechten. Dies erzeugt einen lockeren Faden, der die Webestruktur überbrückt, anstatt sich darin zu verfangen. Der Float gibt Webern eine Möglichkeit, Muster, Struktur und visuelle Effekte zu schaffen, die das einfache Leinwandbindung nicht bietet. Bei Satinbindungen sind Floats grundlegend für die Struktur: ein vierhaftiger Satin hat Schussfloats von vier, das bedeutet, der Schuss geht über vier Ketten, bevor er unter eine geht.
Floats erscheinen in mehreren häufigen Webbindungsfamilien. Bei Satins und Köpern sind sie kontrolliert und regelmäßig, über den Stoff in einer vorhersagbaren Wiederholung verteilt. Bei Damast- und Jacquard-Bindungen können Floats überall dort platziert werden, wo das Muster es vorschreibt, und erzeugen komplexe bildliche oder Reliefeffekte. Kettfloats sind seltener, treten aber auf, wenn Kettfäden über mehrere Schussfäden gehen. Je länger der Float, desto glänzender und glatter wirkt der Stoff, aber desto schwächer wird er; ein Schussfloat von acht oder mehr Ketten verfängt sich leicht und verschleißt schneller.
Floatfehler und Kontrolle
Ein Float, der zu lang ist oder dort platziert wird, wo es das Muster nicht vorsieht, ist ein schwerwiegender Fehler. Unbeabsichtigte Floats entstehen durch verpasste Schüsse, gebrochene Ketten oder Webfehler und werden oft bei der Kontrolle erkannt und aussortiert. Auch beabsichtigte Floats müssen kontrolliert werden: Sie können sich in Ausrüstungsmaschinen verfangen, beim Tragen pilling verursachen und Licht ungleichmäßig durch den Stoff lassen. In der Produktion stellen Weber Spannung, Geschwindigkeit und Schussdichte ein, um Floats gleichmäßig zu halten. Einige Stoffe, wie Polsterdamast, nutzen absichtlich lange Floats (sechs bis zehn Fäden) für Tiefe und Schattierung, in dem Wissen, dass sie eine schützende Ausrüstung oder Hinterlegung benötigen.
Der Begriff stammt von der visuellen und physischen Eigenschaft des Float, auf der Oberfläche zu liegen und über der Grundstruktur zu schweben, anstatt darin verankert zu sein. Diese Ausdrucksweise zieht sich durch die Textilien: Floating Selvedge, Floating Kette, Floating Schüsse. Ein Float unterscheidet sich von einem mitgeführten Faden (der unter anderen Fäden eingeklemmt ist) oder von einem unverdeckten Grund. Das Vorhandensein und die Platzierung von Floats ist eine der wichtigsten Möglichkeiten, wie ein Webmaschinen-Operator oder Designer das Aussehen und die Griffe des fertigen Gewebes steuert, was Floats zu einem wesentlichen Wortschatz für jeden macht, der Webstoff spezifiziert oder herstellt.