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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Flutungsanlage

Englisch: flooder

Ein Kanal oder eine Vorrichtung zur Förderung und Kontrolle von Wasser in der Flutungsbewässerung.

Flooder: Das Rohr, das ein Feld in einen vorübergehenden See verwandelt

Ein Flooder ist ein Kanal oder Rohr, das Wasser bei der Flutbewässerung über ein Feld verteilt, die älteste und einfachste Form der großflächigen Feldberegnung. Im Gegensatz zu Tropf- oder Sprinkleranlagen, die Wasser gezielt ausbringen, transportiert ein Flooder große Wassermengen von einer Hauptleitung in Furchen, zwischen Reihen oder über flaches Land und lässt es sich ausbreiten und in den Boden eindringen. Das System nutzt die Schwerkraft und das natürliche Gefälle des Geländes; Wasser fließt aus dem Flooder in vorbereitete Kanäle und wird stehen gelassen, bis der Boden ausreichend Feuchte aufgenommen hat.

Flooders haben je nach Feldanlage und Kulturart verschiedene physikalische Formen. Die einfachste ist ein offener Beton- oder Erdkanal, der entlang der höchsten Stelle des Feldes verläuft und Wasser seitwärts in Furchen leitet. Weitere Ausführungen nutzen Lochrohr oder Steuerrohr, wobei Löcher oder Schieber über die Länge verteilt das Wasser in kontrollierten Abständen austreten lassen. Manche Flooders sind starr, andere sind flexible Flachschläuche, die je nach Saison neu positioniert werden können. Die Förderleistung liegt typischerweise zwischen wenigen hundert und mehreren tausend Gallonen pro Minute, abhängig von der Anzahl der Reihen und dem bewässerten Bodentyp.

Die Haupteinschränkung von Floodern ist Wasserverlust und mangelnde Effizienz. Wenn Wasser an der Oberfläche steht und sich bewegt, verdunstet es; es fließt auch bergab ab, wenn das Gelände zu steil ist, oder verteilt sich ungleichmäßig, wenn das Feld nicht genau planiert ist. Die Arbeitskosten sind hoch, weil jemand den Prozess überwachen, Schieber schließen, wenn Bereiche gesättigt sind, und sie weiter unten öffnen muss. Diese Methode funktioniert am besten auf flachem oder sanft geneigtem Land und in Klimazonen, wo die Kosten für große Wassermengen niedrig sind. Sie bleibt Standard für Weiden, Luzerne, Baumwolle und Reis im Westen der USA, in Teilen Australiens und in bewässerungsabhängigen Regionen weltweit.

Häufige Probleme sind ungleichmäßige Wasserverteilung, Verschlammung oder Verschmutzung der Perforationen und Schäden am Flooder durch Feldmaschinen. Steuerrohre können bei mangelnder Wartung aus der Ausrichtung geraten oder festklemmen. Offene Kanäle müssen auf Brüche und Versickerung überprüft werden, und Pflanzenwuchs in ihnen muss bekämpft werden. In Trockenregionen können sich Mineralablagerungen absetzen und die Durchflussmenge einschränken.

Der Begriff Flooder leitet sich direkt von der Methode ab: es ist das Gerät, das Flutung als Bewässerungstechnik bewirkt. Das Wort stammt aus einer Zeit vor der modernen Sprinkler- und Tropfbewässerungsterminologie und bleibt im Gebrauch, weil die Praxis selbst nicht verdrängt wurde, besonders in Regionen, wo Wasser im Verhältnis zu den Kosten reichlich vorhanden ist und wo die Feldgeometrie eine Schwerkraftverteilung ermöglicht.

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