Brennebene
Englisch: focal plane
Jede Ebene senkrecht zur optischen Achse eines Objektivs oder Spiegels.
Brennebene: wo sich Licht nach einer Linse konzentriert
Die Brennebene ist die Ebene senkrecht zur optischen Achse, in der sich Lichtstrahlen nach dem Durchgang durch eine Linse oder nach der Reflexion an einem Spiegel konzentrieren. Bei einer einfachen Sammellinse ist dies die Ebene im Abstand der Brennweite von der Linsenoberfläche, wo parallele eingehende Strahlen in einem einzelnen Punkt zusammentreffen, dem Brennpunkt. In praktischen Abbildungssystemen ist die Brennebene der Ort, an dem Sie Ihren Sensor, Film oder Bildschirm positionieren, um ein scharfes Bild zu erfassen.
Verschiedene optische Systeme erzeugen Brennebenen in unterschiedlichen Abständen, je nach Linsenauslegung. Ein Kameraobjektiv mit 50 mm Brennweite hat seine Brennebene 50 mm hinter der Hauptebene des Objektivs; ein Teleskopobzektiv mit größerer Brennweite verschiebt die Brennebene weiter zurück, weshalb Teleskope länger sind als Kameras. Gekrümmte Spiegel erzeugen ebenfalls Brennebenen; ein parabolischer Spiegel, wie er in Scheinwerfern oder Satellitenschüsseln verwendet wird, konzentriert Licht auf eine Brennebene senkrecht zur Spiegelfläche. Die Brennebene ist in der Praxis nicht unendlich dünn: optische Aberrationen und Beugung führen dazu, dass es immer eine kleine Zone akzeptabler Schärfe gibt, die als Schärfenbereich bezeichnet wird.
Ausrichtung und Toleranzen der Brennebene
Die genaue Positionierung der Brennebene ist in Abbildungsinstrumenten kritisch. In einer Kamera muss der Sensor genau auf der Brennebene sitzen, typischerweise mit einer Toleranz von 0,1 mm oder enger. In der Fertigung wird die Ebenheit der Brennebene durch optische Tests überprüft; jede Abweichung führt zu ungleichmäßiger Schärfe über das Bildfeld. Wenn eine Linse in eine mechanische Baugruppe eingebaut wird, justieren Unterlegscheiben oder Gewindespacher den Auflagemaßstab, damit die Brennebene mit dem Sensor oder Sucher ausgerichtet ist.
Der Begriff erscheint am häufigsten in der Bezeichnung Brennebenenverschluss, ein Mechanismus in Kameras, der sich direkt an oder sehr nahe bei der Brennebene öffnet. Diese Auslegung ermöglicht kürzere Belichtungszeiten und eine gleichmäßigere Blitzabstimmung als ältere Verschlüsse, die vor dem Objektiv angebracht sind. In der Teleskoparbeit ist das Finden der Brennebene grundlegend: Astronomen platzieren Okulare, Spektrographen oder Kameras in der Brennebene des Primärspiegels oder des Objektivs, um Licht zu beobachten und aufzuzeichnen.