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Kfz-Technik

Viergangschaltung am Lenkrad

Englisch: four-on-the-floor

Ein manuelles Vierganggetriebe mit Schalthebel, der neben dem Fahrer auf dem Fahrzeugboden montiert ist.

four-on-the-floor: bodenmontierter Schalthebel für ein Viergang-Schaltgetriebe

Ein four-on-the-floor ist ein Viergang-Schaltgetriebe mit Schalthebel, der auf dem Wagenboden neben dem Fahrerisitz montiert ist, statt auf der Lenksäule. Diese Anordnung wurde ab den 1960er Jahren zur Standard-Lösung bei amerikanischen und europäischen Sportwagen und verdrängte die vorher üblichen Lenksäulen-Schalter. Der Begriff beschreibt mit einer Bezeichnung sowohl den Getriebetyp als auch die physische Position des Bedienelements.

Der bodenmontierte Schalthebel verbindet sich über eine mechanische Stange unter dem Fahrzeug mit dem Getriebe. Typischerweise sitzt der Hebel in einem Schaltschema, das den Fahrer durch vier Vorwärtsgänge und den Rückwärtsgang führt. Das Schaltschema ist normalerweise auf dem Knauf oder der Umfassung angezeigt: H-Muster mit dem ersten Gang oben links, dem zweiten darunter, dem dritten rechts vom ersten und dem vierten darunter. Dieses Layout wurde von den Herstellern standardisiert und bleibt in modernen Schaltgetrieben weitgehend unverändert.

Warum die Bodenmontage wichtig war

Lenksäulen-Schalter, in den 1950er Jahren verbreitet, machten die Lenkradverstellung umständlich und nahmen wertvollen Platz ein. Die Bodenmontage gab die Lenksäule für Kippmechanismen frei und verbesserte die Ergonomie. Noch wichtiger für Enthusiasten war, dass ein bodenmontierter Schalter direkteres, mechanisches Feedback gab und schnellere Gänge ermöglichte, weil der Hebel kürzer war. Corvette, Pontiac GTO und Dodge Charger waren frühe Anwender, und die Anordnung signalisierte Käufern Leistungsanspruch.

Die Bodenlage ermöglichte auch einfachere Stangen-Geometrie bei Frontmotor- und Heckantrieb-Autos. Mit kompakteren Getrieben und der Ausbreitung von Frontantrieb wurden die physischen und ergonomischen Vorteile der Bodenmontage weniger entscheidend. Heute nutzen viele Schaltautos noch immer bodenmontierte Schalter aus Tradition und Benutzerpräferenz, obwohl Automatikgetriebe und stufenlose Getriebe das Viergang-Schaltgetriebe auf den meisten Märkten zur Nischenlösung machten.

Der Begriff four-on-the-floor kam in den 1960er Jahren in die Umgangssprache und wurde durch das gleichnamige Lied von 1975 gefestigt, in dem Blues-Traveler-Frontsänger John Popper die Muscle-Car-Ära feierte. Bei Kfz-Technikern und Enthusiasten bleibt der Ausdruck eine Kurzbezeichnung für jeden leistungsorientierten bodenmonierten Schaltschalter, unabhängig von der Ganganzahl.

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