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Bauwesen

Galvalume

Eine Metalllegierungsbeschichtung aus Aluminium, Zink und Silizium.

Galvalume: Stahl im Aluminium-Zink-Schutzmantel

Galvalume ist eine metallische Beschichtung auf Stahlblech oder Stahlcoil, typischerweise 55% Aluminium, 43,5% Zink und 1,5% Silizium nach Gewicht. Das Silizium fungiert als metallurgisches Bindemittel und verhindert, dass sich Aluminium und Zink während des Beschichtungsvorgangs trennen. Diese Verbundbeschichtung wird durch kontinuierliche Schmelztauchbeschichtung aufgebracht, wobei Stahl bei etwa 840 Grad Fahrenheit durch ein Schmelzbad läuft. Das Ergebnis ist ein Stahlträger, geschützt durch ein mehrschichtiges Metallsystem, das die Korrosionsbeständigkeit von Aluminium und Zink verbindet.

Die Beschichtung reicht typischerweise von 0,6 bis 1,5 mil pro Seite bei Baustahl und wird in Unzen pro Quadratfuß gemessen (übliche Spezifikationen sind 90, 120 oder 150 Unzen pro Quadratfuß). Galvalume-Beschichtungen sind weicher als traditionelle verzinkte Zinkbeschichtungen, was bedeutet, dass sie während Handling und Verarbeitung leichter dellen und zerkratzen. Diese Eigenschaft macht es notwendig, Schnittkanten und beschädigte Bereiche während der Montage zu schützen, da freigelegter Stahl rostet, wenn er nicht mit Retuschierlack oder Dichtmasse versiegelt wird.

Leistung und Anwendung

Galvalume-Stahl funktioniert in den meisten Klimazonen gut und bietet eine überlegene Korrosionsbeständigkeit gegenüber unbearbeitetem Stahl oder älteren Schmelztauch-Verzinkungen. In rauen Küstenumgebungen mit Salzsprühnebel oder in chemisch aggressiven Umgebungen wie Viehbetrieben oder Papiermühlen schneidet es jedoch schlecht ab. Die Aluminium-Komponente bietet gute ästhetische Eigenschaften und widersteht Rotrostflecken besser als traditionelle Zinkbeschichtungen. Wegen der weicheren Oberfläche sind Fingerabdrücke und leichte Kratzer stärker sichtbar, weshalb eine kosmetische Kontrolle bei sichtbaren Architekturanwendungen wichtig ist.

Häufige Anwendungen sind Metalldächer, Verkleidungen, Dachrinnen, Fallrohre, Blendbleche und Stahlkonstruktionen in Landwirtschaftsgebäuden. Das Material erlebte ab den 1970er Jahren als Alternative zur traditionellen Verzinkung breite Anwendung, besonders bei Dacheindeckungen, wo sein geringeres Gewicht und die bessere Verarbeitbarkeit Vorteile boten. Modernes Galvalume wird manchmal AZ-Serie genannt, bezogen auf die Aluminium-Zink-Zusammensetzung, während ältere Begriffe es manchmal mit ähnlichen Beschichtungen wie Galvanneal vermischen.

Die Beschichtung kann gestrichen oder unbehandelt belassen werden, wobei unbehandeltes Galvalume über 10 bis 20 Jahre je nach Klima allmählich eine verwitterte graue Patina entwickelt. Befestigungselemente für Galvalume sollten aus rostfreiem Stahl, Schmelztauch-verzinkt oder Galvalume-beschichtet sein, um galvanische Korrosion an unterschiedlichen Metallflächen zu vermeiden. Retuschen nach Bauschäden sind entscheidend; viele Ausfallstellen auf der Baustelle entstehen durch ungeschützte Stahlkanten an Schnitten, Bohrungen oder mechanischen Befestigungsdurchführungen.

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