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Bauwesen

Anschlussblech

Englisch: flashing

Bauteile zur Witterungsabdichtung und Versiegelung von Dachkanten an Umfassungen, Durchdringungen, Wänden, Dehnfugen, Mulden, Abläufen und anderen Unterbruchstellen der Dachdeckung.

Anschlussbleche: Metall- oder Membranbarrieren, die Wassereintritt verhindern

Anschlussbleche sind Streifen oder Bleche, die an Fugen, Nähten und Durchbrüchen angebracht werden, um Wasser abzuleiten, wo die Dachabdeckung endet oder unterbrochen wird. Sie sitzen zwischen der Dachmembran und dem störenden Element und schaffen eine durchgehende Wetterschutzbarriere, die Wasser zum Ablaufen zwingt, statt dass es sich staut oder eindringt. Ohne Anschlussbleche findet Wasser innerhalb von Tagen nach starkem Regen seinen Weg in Wände, Dachböden und Hohlräume der Konstruktion.

Die häufigsten Anschlussblech-Materialien sind Bleche aus Metall (verzinkter Stahl, Aluminium, Kupfer oder Edelstahl) und synthetische Membranen (EPDM-Kautschuk, PVC, Bituthene). Metallbleche sind typischerweise 0,019 bis 0,032 Zoll dick und werden je nach Anwendung zu L-Formen, T-Formen oder Sonderprofilen geformt. Membranbleche werden oft direkt auf der Dachmembran und der zu schützenden vertikalen Fläche verklebt. Die Wahl hängt von der Untergrundverträglichkeit, der Klimabelastung und den Kosten ab. Kupfer entwickelt eine schützende Patina, kostet aber deutlich mehr; Aluminium ist leichter und billiger, benötigt aber Isolierung von Kupfer und ungleichartigen Metallen, um galvanische Korrosion zu vermeiden.

Anschlussbleche müssen Dach-zu-Wand-Übergänge, Rohre und Lüftungsdurchbrüche im Dach, Regenrinnen und Abläufe, Oberlichter, Schornsteine, Dehnungsfugen und Dachrinnen abdecken, wo sich Wasser auf natürliche Weise konzentriert. An jeder Stelle überlappt das Anschlussblech die Dachmembran auf einer Seite um mindestens 8 Zoll und ragt auf der anderen Seite die vertikale Fläche um mindestens 8 Zoll hinauf. Die obere Kante ist normalerweise versiegelt oder unter die Verkleidung eingezogen. Gegenbleche (ein separates Teil) werden oft über der oberen Kante des Wandblechs angebracht, um Wasser zurück auf das Dach zu leiten, statt hinter die Wand.

Anschlussbleche versagen, wenn Kanten nicht versiegelt oder abgedeckt sind und Wasser seitlich unter die Membran eindringen kann. Schlecht versiegelte Durchbrüche um Befestigungselemente schaffen Wege für kapillare Wirkung. Durch Wind oder thermische Bewegung von der Unterlage abgelöste Bleche legen den darunter liegenden Spalt frei. Korrosion durch unverträgliche Metalle oder durch eingeschlossene Feuchtigkeit beeinträchtigt auch die Integrität. Unzureichende Überlappung und Gefälle können dazu führen, dass Wasser bei windgetriebenem Regen bergauf statt bergab getrieben wird.

Der Begriff Anschlussblech kommt daher, dass das Material aus der Dachebene hervorspringt oder hervorstrahlt. Im Dachdeckerhandwerk sind Anschlussbleche ein kritischer Bestandteil, der vom Membransystem selbst unterschieden wird, auch wenn moderne Installationen zunehmend integrierte Membranbleche verwenden, die als ein Teil geformt sind. Eine ordnungsgemäße Installation von Anschlussblechen bestimmt oft, ob ein Dachsystem 15 oder 30 Jahre hält.

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