Fahrkartenschranke
Englisch: gateline
Reihe von Drehkreuzen zum Ein- und Ausgang, die durch Fahrkarteneinsatz geöffnet werden
Fahrgastschranke: Fahrkartenkontrollpunkte zur Steuerung des Fahrgastflusses
Eine Fahrgastschranke ist eine Reihe automatisierter oder bemannter Fahrkartenschranken, die so angeordnet sind, dass sie die Fahrkartengültigkeit überprüfen, bevor Fahrgäste einen kontrollierten Zugang passieren dürfen. Jede Einheit in der Reihe, typischerweise ein Drehkreuz, Schwingtor oder Ticketlesegerät, bearbeitet einen Fahrgast nach dem anderen. Die Fahrgastschranke steht an der Grenze zwischen bezahlten und unbezahlten Bereichen, am häufigsten in Bahn- und Bushaltestellen, Untergrundnetzwerken und Veranstaltungsorten, wo Umsatzschutz und Menschenmengenmanagement entscheidend sind.
Moderne Fahrgastschranken nutzen fast immer elektronische Ticketvalidierung. Fahrgäste führen Papiertickets ein, tippen Kontaktloskarten an oder scannen mobile Tickets an einem Lesegerät. Das Sperrwerk entsperrt sich für eine festgesetzte Dauer, normalerweise 0,5 bis 1,5 Sekunden, um das Durchgehen zu ermöglichen, und setzt sich dann zurück. Drehkreuzdesigns variieren: Manche haben rotierende Arme, die mit jedem gültigen Tipp um eine Position voranschreiten, andere nutzen Drehkreuze in voller Höhe oder auf Hüfthöhe. Die Anzahl der Schranken in einer Reihe hängt vom Fahrgastaufkommen ab; eine überlastete U-Bahn-Eingangsstelle kann 12 bis 20 Schranken haben, während ein kleines Busterminal möglicherweise nur 2 oder 3 hat.
Fahrgastschranken erfüllen drei wichtige Funktionen. Erstens Umsatzschutz: Sie verhindern Schwarzfahrten, indem sie gültige Tickets vor dem Durchgang erfordern. Zweitens Menschenmengensteuerung: Durch Begrenzung des Durchsatzes auf die mechanische oder softwaregesteuerte Zykluszeit jeder Schranke wird der Fahrgastfluss geregelt und gefährliche Bahnsteiganstiege werden vermieden. Drittens Datenerfassung: Die meisten elektronischen Systeme protokollieren Durchgangszeiten und Nutzungsstrecken und liefern Betreibern damit Fahrgastzahlen.
Häufige Ausfallarten und Konstruktionsprobleme
Ausfälle von Fahrgastschranken entstehen typischerweise durch Verschleiß, verschmutzte Sensoren oder Softwarefehler. Drehkreuzarme verklemmen sich, wenn sich Münzen oder Verschmutzungen im Mechanismus ansammeln. Kartenlesegeräte fallen aus, wenn sich Staub auf der Kontaktlosspule ablagert oder wenn inkompatible Kartenformate eingeführt werden. Schwingore können hängen bleiben, wenn Scharniere rosten oder wenn Fahrgäste diese bei Stromausfällen erzwingen. Witterungseinflüsse, besonders Salzsprühnebelbelag an Küstenstationen, beschleunigen die Korrosion von Stahlrahmen und Befestigungselementen. Anforderungen an Barrierefreiheit bestimmen häufig, dass mindestens ein breiteres Tor pro Reihe für Rollstühle und Kinderwagen Platz bietet, was Wartungspläne erschwert, da diese Tore schwerer sind und andere Schlossmechanismen verwenden.
Der Begriff Fahrgastschranke ist vor allem britische und Commonwealth-Verwendung; nordamerikanische Einrichtungen nutzen häufiger die Einzelbegriffe Fare Gates oder Ticket Gates oder bezeichnen das gesamte System als Fare Control. Japanische Verkehrssysteme nutzen den Begriff Kaisatsu (改札), wörtlich Fahrkartenkontrollstation. Das Konzept stammt aus der Zeit der manuellen Ticketerfassung, bleibt aber in moderner automatischer Form bestehen, weil die physikalische Überprüfung an einem festen Punkt die zuverlässigste Methode zur Durchsetzung der Zahlungspflicht in Hochleistungsumgebungen ist.