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Luftfahrttechnik

HALO

Abkürzung für High Altitude, Low Opening (eine Fallschirmsprungform, bei der man aus großer Höhe abspringt und den Fallschirm erst in sehr geringer Höhe öffnet).

HALO: Extremer Höhensprung mit verzögerter Schirmöffnung

HALO steht für High Altitude, Low Opening, eine Fallschirmspringtechnik, bei der der Springer ein Flugzeug in 25.000 Fuß Höhe oder höher verlässt, die Schirmöffnung aber bis auf 5.000 Fuß oder darunter verzögert. Das schafft eine lange Freifallphase, die je nach Absprungsöhe und Körperlage mehrere Minuten dauern kann. Das Verfahren wird hauptsächlich von militärischen Spezialeinheiten für taktische Einsätze verwendet, da Teams aus Höhen abspringen können, wo Radar und visuelle Erfassung minimal sind, und dann am Schirm horizontal navigieren können bis zur Bodenlandung.

Die Ausrüstung unterscheidet sich erheblich von zivilen Sport-Fallschirmspringausrüstungen. Springer tragen Druckanzüge oder zusätzliche Sauerstoffsysteme, da die dünne Luft ab 25.000 Fuß zu schnellem Sauerstoffmangel und Unterkühlung führt. Ein Hauptfallschirm für die Öffnung in der Höhe, typischerweise ein Ram-Air-Schirm von 400 bis 500 Quadratfuß, ist mit einer Notreserve kombiniert. Höhenmesser mit Warnsignalen sind unverzichtbar, da der Springer vor dem Erreichen lebensfeindlicher Höhen öffnen muss. Spezialisierte Helme mit integrierter Sauerstoffversorgung und Kommunikationsausrüstung sind Standard. Absprungverfahren erfordern stabile Körperlage, um Trudeln in der Höhenphase zu minimieren.

Gefahren und Einsatzgrenzen

Hypoxie ist das primäre physiologische Risiko. Ohne zusätzlichen Sauerstoff tritt Bewusstseinsverlust in wenigen Minuten auf; selbst mit Sauerstoffsystemen ist ein Ausrüstungsausfall katastrophal. Die Schirmöffnung erzeugt bei höherer Vorwärtsgeschwindigkeit größere Belastungen auf den Körper und erfordert erfahrene Springer und wartungsgerechte Ausrüstung. Wetterbedingungen werden entscheidend: Jetstream-Winde in der Höhe können Teams Meilen von der geplanten Landezone abdriften, und Temperaturinversionen beeinflussen Freifallgeschwindigkeit und Schirmleistung.

Der Begriff entstand in den 1960er Jahren in der Militäraviation, als Spezialeinheiten nach unauffälligen Einsatzmethoden suchten. HALO unterscheidet sich von HAHO (High Altitude, High Opening), wo der Schirm unmittelbar nach dem Absprung öffnet und Navigieren unter dem Schirm aus großer Höhe erlaubt. HALO erfordert höhere technische Fertigkeiten, bessere Ausrüstungswartung und größere Risikotoleranz als HAHO, daher wird es gewählt, wenn Unauffälligkeit beim Abstieg vorgeht statt horizontale Reichweite.

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