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Bergbau und Gewinnung

Rückförderung

Englisch: haulback

Ein Verfahren des Oberflächenabbaus, bei dem das Abraum von einer Fläche abtransportiert und nach der Gewinnung von Erz oder Kohle zurückgeförtert wird.

Haulback: Abraum zweifach transportieren beim Streifenabbau

Haulback ist ein Verfahren im Tagebau, bei dem Betreiber das Abraum (Gestein, Boden und Abfallmaterial über dem Erz oder der Kohleflöz) abtragen, in einiger Entfernung ablegen, das wertvolle Mineral abbauen und dann dasselbe Abraum wieder zurück in die ausgebeutete Grube fahren. Dieser doppelte Transportzyklus unterscheidet sich von einfacheren Tagebaumethoden. Das Verfahren wird hauptsächlich im Kohlebergbau und in einigen Metallgewinnungen eingesetzt, wenn Grubenabmessungen und Geologie einen einfachen Seitenwurf oder eine einfache Abraumförderung in eine Richtung unwirtschaftlich oder unmöglich machen.

Der Prozess läuft in Streifen oder Bänken über die Abbaufront. Ein Schaufelradbagger oder großer Hydraulikbagger trägt Abraum aus einem Abschnitt ab und transportiert es zu einer separaten Halden- oder Außenhaldefläche. Nachdem die darunter liegende Kohle oder das Erz gewonnen ist, wird das gleiche Abraum dann wieder in die leere Grube zurück transportiert, entweder durch Lkw-Schaufel-Besatzungen oder durch den Bagger selbst. Der Rücktransport ist oft die teurere Phase, da er größere Entfernungen umfasst und bereits teilweise verwittertes oder aufgelockertes Material behandelt.

Haulback wird wirtschaftlich gerechtfertigt, wenn die Grube zu tief für effizienten Seitenwurf ist, wenn Geologie oder Grundstücksgrenzen unregelmäßige Grubenformen erzwingen oder wenn das Bergbaurecht eine Wiederherstellung auf bestimmte Höhenlage vorschreibt. Es ist verbreitet im Kohlebergbau der Appalachen, wo schmale Flöze und steiles Gelände den konventionellen Konturabbau erschweren. Schaufelradkapazitäten liegen typischerweise zwischen 60 und 120 Kubikyard pro Schaufel; ein einzelner Haulback-Zyklus kann je nach Grubengröße und Transportentfernung zehntausende Tonnen bewegen.

Die wichtigsten Kostenfaktoren sind Entfernung und Schaufelzyklen. Jeder zusätzliche Meter Transportstrecke erhöht Treibstoffverbrauch und Maschinenzeiten. Feuchtes oder toniges Abraum wird klebrig und verlangsamt die Schaufellade-Raten. Die Abraumhalden selbst verursachen Verdichtungs- und Setzungsprobleme; zurück transportiertes Material verdichtet sich möglicherweise nicht so dicht wie das ursprüngliche anstehende Gestein, was zu Setzungsschäden oder zusätzlichem Füllmaterial führt.

Der Begriff "Haulback" spiegelt die Materialflussrichtung wider: Material wird weg transportiert, dann wieder zurück transportiert. Dies unterscheidet sich von einfacheren Verfahren wie "Seitenwurf" (Abraum geht einmal auf einen angrenzenden Damm) oder "Grubenübergreifend" (Abraum wird in eine angrenzende Grube transportiert). In Genehmigungen und Umweltdokumenten wird Haulback vermerkt, da es Rekultivierungspläne und Bodenstabilität beeinflusst; einige Behörden verlangen eine Bestätigung, dass zurück transportiertes Abraum Verdichtungs- und Böschungsstabilitätsvorgaben erfüllt, bevor die endgültige Profilierung erfolgt.

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